Der Schmelztiegel ist für das Silber da und der Ofen für das Gold, der HERR aber prüft die Herzen (Sprüche 17,3 nach der Zürcher).

Die einzige Verständnisschwierigkeit, die dieser Vers bietet, ist, dass man heute den Tiegel anders verwendet. Mit Tiegeln werden Metalle zusammengeschmolzen, also vermischt, nicht gereinigt. Darüber hinaus dürfte klar sein, worum es geht: Metalle werden im Feuer geläutert.
Auch das Neue Testament verwendet dieses Bild, um die Reinigung des Glaubens zu beschreiben: 1.Petrus 1,7. In Gottes Augen sind Menschen kostbarer als Edelmetalle und er läutert sie immer weiter.

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Ein verständiger Sklave wird Herr über einen schändlichen Sohn und teilt mit den Brüdern das Erbe (Sprüche 17,2 nach der Zürcher).

Um den Spruch verstehen zu können, muss man sich vor Augen halten, dass ein Sklave eigentlich keine Möglichkeit hatte, zum Herrn zu werden. Per Geburt stand der Sohn weit über ihm. Er würde irgendwann das Erbe bekommen und selbst Herr im Haus sein. Der Sklave würde aller Wahrscheinlichkeit nach bis an sein Lebensende Sklave bleiben.
Dennoch gab es natürlich Ausnahmen von dieser Regel. Keine menschliche Gesellschaft ist so starr fixiert, dass es nur eine Möglichkeit gibt. So konnte es geschehen, dass ein initiativer Sklave letztlich einen passiven Sohn in der Gunst seines Vaters übertrumpfte und an dessen Stelle das Erbe einnimmt.
Der Spruch handelt davon, dass nichts so unmöglich ist, dass es gar nicht geht. Der Mensch, der an sich selbst glaubt, kann sein Schicksal ändern und das Unmögliche wahr werden sehen. Eine hoffnungslosere Situation, als die eines Sklaven, war eigentlich kaum denkbar. Wenn er schaffen konnte, das Blatt zu wenden, dann kann es jeder.
Weiter geht der Spruch erst einmal nicht, aber als gläubiger Mensch drängt sich der Gedanke geradezu auf: Wenn es möglich ist, über sein Potential herauszuwachsen, wie viel mehr dann für Gläubige, die nicht allein dastehen, sondern Gott an ihrer Seite haben?

##sys

14. September 2012 in Allgemein 2

Sprüche 242: Sprüche 17,1

Besser ein trockener Bissen in Ruhe als ein Haus voller Festspeisen mit Streit (Sprüche 17,1 nach der Zürcher).

Bei manchen Sprüchen bin ich überrascht, wie wenig Weisheiten unser Leben prägen, die eigent-lich sehr bekannt sind. In irgendeiner seiner vielen Variationen wird jeder diesen Spruch schon einmal gehört haben. Es ist die alte Weisheit, dass Geld und Materialismus uns nicht glücklich machen. Geld kann alles kaufen, außer den „Dingen“, die wir uns wirklich wünschen.
Dennoch investieren wir oft mehr in unsere Karrieren und den Erwerb von materiellen Gütern als in den Erwerb von geistigen Gütern. Am Ende steht man mit etwas da, das man nicht genie-ßen kann, weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Der Ärmste ist der, der nur Geld hat – wie wahr.
Ich möchte niemand vor Festspeisen sitzen, die ich vor lauter Streit und Konflikten um mich herum nicht genießen kann.

##sys

Heute hatte ich mal wieder einen Kommentar im Spam, der echt denkwürdig ist. Warum schickt man so etwas ab, wer denkt denn, dass es sich dabei um einen echten Kommentar handelt?

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WAS HEISST DAS?

In den Falten des Gewandes schüttelt man das Los, aber jeder Entscheid kommt vom HERRN. (Sprüche 16,33 nach der Zürcher)

Zu diesem Spruch haben wir einige deutsche Adaptionen. Die bekannteste ist „Der Mensch denkt, Gott lenkt.“ Wir können das Los nur werfen, aber Gott bestimmt, wie es ausfällt. Uns erscheint das Los heute als ein einfacher Zufallsgenerator, für die Menschen damals war es aber ein Gottesurteil. Nicht der Zufall entschied, wie die Entscheidung letztlich ausfiel, sondern Gott selbst. Das gibt dem Losverfahren im Alten und Neuen Testament seinen geistlichen Wert.
Es ist eine interessante Nebenbemerkung, dass für uns heutige vieles Zufall ist, was für die Menschen in biblischen Zeiten Gott war. Wir bilden uns viel darauf ein „wissenschaftlich“ zu denken und durch Aufklärung manchen Aberglauben abgelegt zu haben, aber letztlich haben wir damit auch Gott abgeschafft und ihn durch den lahmen Begriff des Zufalls ersetzt.

##sys

Besser langmütig sein als ein Kriegsheld, und besser sich selbst beherrschen als Städte bezwingen. (Sprüche 16, 32 nach der Zürcher)

Um diesen Spruch zu verstehen muss man sich vor Augen halten, dass es damals sicher als etwas Großes galt, ein Kriegsheld zu sein. Das Sprichwort „Saul schlug Tausend, David aber Zehntausend“, lässt tief blicken. Sicher ließ es sich auch auf andere Soldaten und Offiziere anwenden. Die Sprüche sind also durchaus kontrovers wenn sie sagen, dass Beherrschung besser ist, als ein Kriegsheld zu sein. In gewisser Weise fühlt man sich an Jesu Worte in der Bergpredigt erinnert: „Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben“ (Matthäus 5,5).
Ausgerechnet die Sanftmütigen, wo man doch eigentlich ein Land nur mit Gewalt an sich reißen kann! Offenbar ist es nicht entscheidend, vor den Augen der Welt als Held dazustehen und es „zu etwas zu bringen.“ Was nutzt es, Herrscher über ein Land zu sein, wenn man sich selbst nicht beherrschen kann? Viele Herrscher waren zügellos und ganz dem eigenen Ehrgeiz verfallen. Wer so lebt, wird niemals frei sein. Nur wer sich selbst beherrscht hat ein Königreich, das sich zu beherrschen lohnt.
Wir wissen alle, dass die Sprüche hier einen hohen Standard aufrichten. Es ist einfacher, andere zu unterwerfen als sich selbst. Damit verstellt der Autor dieser Weisheit nicht allein den Fokus von außen nach innen, sondern spricht auch eine sehr hohe Moral an. Christliche Ethik, beginnend im Alten Testament, ist um den hohen Wert der Selbstverleugnung aufgebaut.

##sys

Graues Haar ist eine prächtige Krone, man findet sie auf dem Weg der Gerechtigkeit. (Sprüche 16, 31 nach der Zürcher)

In vielen Belangen vermittelt die Bibel ganz andere Werte als unsere Gesellschaft. Es ist schwer sich vorstellen, dass von ihren Werten wesentlich mehr Generationen geprägt wurden als von unseren Werten, aber frühere Zeiten waren tatsächlich anders als unsere. Ob sie besser waren sei einmal dahingestellt.
Dieser Vers zeigt einen Wandel auf. Früher war graues Haar eine Krone, ein Ehrenzeichen das auf ein langes Leben und entsprechende Reife und Erfahrungen hinwies. Man schätzte und würdigte das Alter. In einem Sinne wolle jeder einmal alt und weise werden. Heute schätzen wir die Jugend höher ein, trauern ihr nach wenn wir sie verloren haben und schätzen das Alter gering. Alte müssen um einen Platz in der Gesellschaft kämpfen, der ihnen früher einfach zugefallen war.
Mir selbst fällt es nicht immer leicht, alten Menschen Ehre entgegen zu bringen. Nicht zuletzt liegt das daran, dass bei weitem nicht alle sich würdig verhalten. Aber ich respektiere Erfahrung und Reife. Dabei ist es erst einmal egal wo ich sie finde, aber ich weiß, dass man sie eher bei älteren als bei jüngeren Menschen findet.

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Ein Gewalttätiger verführt seinen Nächsten und bringt ihn auf einen Weg, der nicht gut ist. (Sprüche 16,29 nach der Zürcher)
Wer mit den Augen zwinkert, plant Falsches, wer die Lippen verzieht, hat das Böse schon getan. (Sprüche 16,30 nach der Zürcher)

Beide Sprüche gehören inhaltlich zusammen, sie behandeln dasselbe Thema. Es gibt Menschen, die andere auf einen falschen Weg bringen. Im Deutschen spricht man vom „schiefen Weg“. Es ist schlimm, auf einem falschen Weg zu sein, aber noch schlimmer, andere darauf zu bringen. Im Neuen Testament schreibt der Apostel Paulus, Jahrhunderte später, im Römerbrief von Menschen, die nicht nur selber Gefallen daran haben Schlechtes zu tun, sondern auch noch andere anstacheln, ihnen zu folgen.
Das Kennzeichen solcher Menschen ist, dass sie Zeichen geben, die nicht für jeden unmittelbar zu erkennen sind. Sie zwinkern und geben Zeichen mit dem Mund (natürlich sind diese Zeichen austauschbar, sie können ebenso gut in Kleidung, Sprache oder Codes bestehen). Die Lehre ist, dass jemand zu meiden ist, der nicht so offen kommuniziert, dass jeder es hören darf. Wer sich mit Geheimnissen und verborgenen Zeichen umgibt, dem ist nicht zu trauen. Die Warnung ist umso wichtiger, als solche Menschen oft interessant wirken. Man möchte das Geheimnis, das sie umgibt, gerne ergründen oder – noch besser ein Teil davon sein.

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Ein Falscher entfacht Streit, und ein Verleumder entzweit Freunde. (Sprüche 16,28 nach der Zürcher)

Die Aussage dieses Spruches ist offensichtlich. Verleumdungen und Gerüchte sind ein starkes zwischenmenschliches Gift. Man sollte sich vorsehen davon zu trinken.
Das gilt umso mehr wenn es um Freunde geht. Man sollte nicht alles glauben was einem zugetragen wird. Gerade bei schlechten Dingen ist es gut, die betreffende Person selbst noch einmal zu fragen und nicht einfach dem Zuträger Glauben zu schenken.

Ein Nichtsnutziger gräbt nach Bösem, und auf seinen Lippen ist es wie versengendes Feuer. (Sprüche 16,27 nach der Zürcher)

Graben ist nicht nur eine anstrengende, schweißtreibende Arbeit, es ist auch ein Bild für die Suche – man sieht nicht das, wonach man gräbt, weil es den Blicken zunächst einmal verborgen ist. Der Nichtsnutzige verwendet also viel Mühe darauf, etwas Böses zu tun. Nicht alles Böse wird zufällig getan, weil sich eine Gelegenheit ergibt. Manches Böse ist das Ergebnis planvollen, überlegten Handelns. So ist der Nichtsnutzige, von dem hier die Rede ist, nicht einfach nur faul – und deshalb unnütz – er ist geplant böse.
Dafür spricht auch der zweite Teil, auf seinen Lippen ist ständig ein verzehrendes Feuer, man muss sich vor ihm in acht nehmen um nicht versehentlich Opfer seiner Wort zu werden.
Die Bibel stellt uns einen derartigen Menschen vor die Augen um uns zu warnen. Wir könnten dieser Mensch sein, er schlummert in uns allen. Wer den Feind kennt, kann achten, dass er nicht so wird. Es sollte bei unseren Lippen beginnen, denn sie zeigen, was im Herzen ist. Ist auf unseren Lippen ein verzehrendes Feuer, das schon viele Menschen verletzt hat? Dann ist das ein guter Grund vorsichtig zu sein und unser Herz zu prüfen.

##sys

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