27. Oktober 2014 in vermischtes 4

Alles nu(h)r Satire

Ich muss gestehen, dass ich Dieter Nuhr nicht kenne. Eigentlich trifft das auf jeden Kabarettisten zu, denn das Genre liegt mir nicht besonders. Aber nun habe ich natürlich seine Islamkritik gesehen und möchte gern einmal einen Vergleich ziehen.

Ich bin Christ. Keiner von denen, die nur Weihnachten einen Gottesdienst besuchen, sondern einer von denen, die an Weihnachten einen Gottesdienst veranstalten. Als Christ verstehe ich, dass es einen nerven kann, wenn andere das in den Schmutz ziehen, was man glaubt. Es gäbe so vieles, was mich vermutlich an Nuhrs Programm nerven würde. Ich rolle jedes Mal die Augen, wenn ich in den zweifelhaften Genuss der Jesus-Comedy bei 1live komme. So ein Scheiß! Aber warum sollte ich sie deshalb verklagen? Ich lebe in Deutschland und kann meine Meinung frei äußern. Also: „1live Comedy ist ganz bitter. Humor ganz unten. Unterirdisches Niveau, schlecht gemacht. Pfui. Aber, liebes 1live, ihr habt jedes Recht, schlechte Comedy zu machen.“

Wie Voltaire versichere ich euch: „Ich bin nicht Eurer Meinung, aber ich werde darum kämpfen, dass Ihr Euch ausdrücken könnt.“

Genauso verstehe ich, dass es nervt, wenn man sich immer wieder erklären muss. Wenn Muslime sagen, dass Nuhr den wahren Islam nicht kennt, mag das sein. Aber geht es mir denn anders? Wie oft habe ich mich für Kreuzzüge erklären müssen, für Judenverfolgungen, die Hetze gegen Homosexuelle, die Enteignung der Donatisten, die Inquisition. Alles ist lange her, oft Jahrhunderte. Mit meinem Glauben hat es nichts, aber auch gar nichts zu tun. Trotzdem ist es in den Köpfen der Leute fest verankert. Man muss eben Überzeugungsarbeit leisten, wenn man eine Botschaft hat.
Als Jesus Freaks schrieben wir früher, dass wir erlebt haben, dass trotz all dieser schrecklichen Dinge an der Sache mit Jesus etwas Fantastisches dran ist. Also lasse ich es mir nicht verdrießen, es wieder und wieder zu erklären. Im Gegenteil, jeder, dessen Religion zu Gewalt geführt hat, muss sich von dieser distanzieren – auch wir Christen. Wie viel mehr trifft das dann auf diejenigen zu, deren Religion aktuell für Gräueltaten herhält?
Hätte ich jeden Komiker verklagt, der die Kirche beleidigt oder meinen Glauben verspottet, hätte ich keine Zeit mehr zum Beten gehabt! Aber ich habe es nicht. Satire hat in unserer Gesellschaft nämlich eine wichtige Funktion: Sie sagt auf lustige, beißende, spöttische Weise, was sich sonst niemand traut. Und davon profitieren wir alle, auch wenn wir uns manchmal nicht nur Lachtränen aus den Augen wischen müssen.

Wow, ich bin beeindruckt. Jesus ist toll!

http://sidroth.org/articles/bill-johnson-shares-most-amazing-miracle-he-has-ever-seen?src=fb_771johnson_special1a

ndk2014Am 25.10.2014 ist es wieder so weit: Die 10. Vaillant Nacht der Kultur und Kirchen findet statt.

Diesmal veranstalten wir kein Konzert, sondern sind mit mehreren Segnungsgottesdiensten am Start.
Kommt vorbei. Das ganze Programm findet ihr hier. Das schreibt der Veranstalter:

“Was 2005 ganz klein und bescheiden begann, hat sich längst einen festen Platz im Veranstaltungskalender unserer Stadt erobert. 83 Einzelveranstaltungen in allen Teilen Remscheids können in diesem Jahr besucht werden. Viele davon beschäftigen sich direkt oder indirekt mit dem Thema „Toleranz“. Kultur ohne Toleranz – das geht nicht! Sie benötigen einander, ja, sie fördern sich gegenseitig. Auch deshalb ist in einer Stadt, in der über 120 Nationen friedlich zusammen leben, die „Vaillant – Nacht der Kultur und Kirchen“ eine wichtige Veranstaltung.”

WWN3

Gestern kamen die Belegexemplare des dritten Teils der Weihnachtswundernacht an. Vielen Dank, Brendow, ich habe mich sehr gefreut. Dieses Mal ist eine Spukgeschichte von mir dabei. Ein Genre, das in christlichen Weihnachtsbüchern noch sehr unterrepräsentiert ist. Allen, die es lesen, wünsche ich viel Spaß!

Thomas Klappstein (Hrsg.): Weihnachtswundernacht Band 3. 24 Erzählungen für die schönste Zeit des Jahres. Brendow Verlag. Gebunden, 13,5 x 20,5 cm, 160 Seiten, ISBN 978-3-86506-670-1

24 lustige, nachdenkliche und spannende Geschichten laden dazu ein, die Vorweihnachtszeit mit ihrem Charme und ihren Verheißungen zu erleben. Bestens geeignet, um bei einer Tasse Tee und Kerzenschein zu entschleunigen und sich auf das Wunder der Weihnachtszeit zu besinnen.

10. Oktober 2014 in bücher und literatur 0

Oh Tannenbaum

O_TannenbaumAuf der Frankfurter Buchmesse habe ich mich gestern sehr gefreut zu sehen, dass der St.Benno-Verlag eine Weihnachtsgeschichte von mir veröffentlicht hat. Die Geschichte ist bereits einmal in einer anderen Sammlung erschienen. Vielen Dank, St. Benno, ich freue mich darüber und wünsche viel Erfolg mit diesDer gelungenen Sammlung zum Thema Weihnachtsbaum.

Das schreibt der Verlag: “Wenn sich die Familie zur Weihnachtszeit um den Christbaum versammelt, sind Spannung, viel Freude, aber auch kleine Pannen vorprogrammiert. Wie Großeltern, Tanten und Onkel harmonieren, was passiert, wenn der Braten verkohlt oder ein Geschenk jemanden auf dem falschen Fuß erwischt: Es gibt viele heitere Begebenheiten, die hier unnachahmlich und herzerfrischend erzählt sind. Im besten Fall versammelt sich die ganze Familie zur heiteren Lektüre.”

 

Es ist immer wieder schön, wenn ein Autor so richtig überzeugt ist von seinem Werk. So schrieb Sigmund freut über sein Opus Magnum: “In vielen trüben Stunden ist es mir zum Trost geworden, dies Buch hinterlassen zu können.”

Heute mal wieder ein kurzer Post. Ich las in Heines Büchlein “O wie lieb ich das Meer”: “Gott weiß. dass ich ein guter Christ bin, und oft sogar im Begriff stehe, sein Haus zu besuchen, aber ich werde fataler Weise daran verhindert, es findet sich gewöhnlich ein Schwätzer, der mich auf dem Wege festhält, und gelange ich auch einmal bis an die Pforten des Tempels, so erfasst mich unversehens eine spaßhafte Stimmung, und dann halte ich es für sündhaft, hineinzutreten.” (Norderney)

Wenn es dir auch so geht und du eigentlich ein Christ bist, sogar ein guter, dann lass dich doch einfach mal wieder in Gottes Haus blicken. Morgen ergibt sich bestimmt wieder eine Gelegenheit.

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Fabian Vogt (Hrsg.): Geheimakte Luther. Auf Entdeckungsreise zum Reformator. Brendow Verlag, ISBN 978-3-86506-629-9, gebunden, 160 Seiten. Mit Geschichten von Albrecht Gralle, Eckart zur Nieden, Carsten Storch Schmelzer, Christoph Zehendner und anderen.

Wie ist der erfolgreiche Wittenberger Reformator wirklich? Kaum etwas interessiert den Vatikan zu Beginn der Reformation mehr als das. Und so schickt der Papst einen Gesandten los, der Luthers Zeitgenossen befragen soll: seine Frau Katharina von Bora, seinen Sohn, seinen Konkurrenten Thomas Müntzer, den Kurfürsten Friedrich … Und die erzählen überaus spannende Geschichten. Unterhaltsam, verblüffend und äußerst anregend malen die Autoren ein Bild Martin Luthers, das den kreativen Kopf der Reformation in einem ganz neuen Licht zeigt!

Mein Beitrag porträtiert Philipp Melanchthon, den Intellektuellen der Reform. Allein schon die Recherchen haben wirklich Spaß gemacht. Vielen Dank an die Künstlergruppe das Rad für die Einladung zum Mitmachen!

[Im Kultshop bestellen]

Autorenlesung

Carsten “Storch” Schmelzer, Heilung
Autorenlesung
Carsten “Storch” Schmelzer
04. April 2014 / 19:30 Uhr

francke Buchhandlung, Bleibergstrasse 139, 42551 Velbert

Eintritt frei

Glauben Sie, dass Gott Krankheiten heilt? Sehnen Sie sich nach Heilung? Durch die Geschichte der Kirche hindurch bis heute stellen sich Christen die Frage, ob sie mit dem heilenden Wirken Gottes rechnen dürfen, und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen.

Carsten “Storch” Schmelzer gibt einen umfassenden Überblick und beleuchtet Theologie, Geschichte sowie medizinische Aspekte. Vor allem aber beschäftigt er sich damit, wie wir in der Praxis weise mit diesem Thema umgehen können.
Zeugnisse von Heilungen und andere Erfahrungsberichte bereichern dieses gut lesbare, ausgewogene und profunde Buch.

Infos :

02051 – 209244

francke@bleibergquelle.de

PS: Außerplanmäßig sorgt Mitchel Summer für die musikalische Untermalung.

Gerne mache ich auf eine Gebetsveranstaltung der Jesus Freaks aufmerksam. Wer die Bewegung liebt und gerne gemeinsam mit anderen für die JF beten möchte, ist zu diesem Wochenende herzlich eingeladen. Alle Details stehen in dem angehängten Flyer.

Flyer mit allen Infos

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