Die Sehnsucht nach der großen Liebe

Jeder Topf findet seinen Deckel! Oder auch nicht? Man steht auf dem Bahnhof, wie bestellt und nicht abgeholt? Wo bleibt denn der Traumprinz auf dem weißen Pferd? Oder warum lässt sich die Prinzessin eigentlich nicht erobern?

Über die Freunden und Leiden, die Chanchen und Möglichkeiten, aber auch die Grenzen des Single-Seins – darum soll es in diesem Seminar gehen. Wie kann man mit dem eigenen – evt. langjährigen – Single-Sein umgehen? Was ist eigentlich Gottes Perspektive auf´s Thema Single-Sein? Jesus war Single, äh ja – aber ist das christliche Ideal nicht eigentlich: Partnerschaft und Familie? Und wie kann man denn mit Sehnsucht nach Nähe, Zärtlichkeit und Zweisamkeit – der Suche nach der großen Liebe, insbesondere in einer Gesellschaft, die vom Ideal der Hollywood Love Stories geprägt ist, umgehen?

Über diese und jene Fragen würde ich gerne mit euch ins Gespräch kommen und einige meiner Gedanken, Erfahrungen und auch meines biblischen Verständnisses mit euch teilen – aber es wird auch Raum geben, sich untereinander auszutauschen – keine Panik, das Seminar wird keine Singelbörse und kein Seelenstriptease ;-) , aber es wird auch Raum zum Austausch geben, wie ihr Lust und Frust im Leben eines Singles erlebt und wo geheimnisvolle Kraftquellen und eine Schönheit im Single-Sein verborgen liegen oder wie sich auch Wege heraus aus einem leidvollen Single-Sein – hin zu einem befreiten Single-Sein gestalten können. Und was evt. auch Wege hinein in eine Partneschaft fördern kann? Also herzliche Einladung!

 

Debora.Ruppert

Über Debora

Debora Ruppert, 32 Jahre – lebt in einer der schönsten Städte auf Gottes Erden: Berlin! Sie hat eine Leidenschaft für Fotografie und Reisen und genießt es auf dem Globus unterwegs zu sein: Menschen zu begegnen und neue Länder und Kulturen zu entdecken. Ihr Lebenslauf gestaltet sich wie ein Mosaik: gelernte Erzieherin, Gemeindegründerin, Fotografin, Reisende, Mentorin – momentan schreibt sie gerade an der Masterthesis für den Abschluss ihres Theologiestudiums und bereitet eine Fotografie-Ausstellung über Haiti vor. Sie lebt in einer internationalen Community, die sie 2010 in Berlin gegründet hat und ist seit vielen Jahren Single und daher mit den Freunden und Leiden, den Chancen und Möglichkeiten dieses Lebensstils vertraut und würde darüber gerne mit euch ins Gespräch kommen.

 Auf einen Blick

Zielgruppe: Singles

Referentin: Debora Ruppert
Datum:
13.07.2013 ab 10:00
Ort:
Kultshock, Stockder Straße 142-148 42857 Remscheid
Kosten:
keine, aber eine Spende wäre nett
Anmeldung ist nicht nötig

Links

www.Hermann-Zaiss-Seminar.de
FaceBook: https://www.facebook.com/events/170615669772068/

29. November 2012 in heilung 15

Heilungszeugnisse gesucht

Liebe Leser,

Ich arbeite gerade an einem Buch über göttliche Heilung, das im Januar 2014 bei SCM/Brockhaus erscheinen soll.

Für dieses Buch betrachte ich das Thema von allen Seiten und will es natürlich auch durch Zeugnisse anreichern. Da in den letzten Jahren viele Heilungsberichte und Heilungsbeter in der Presse massiven Angriffen ausgesetzt waren, suche ich möglichst “wasserdichte” Geschichten.

Der australische Skeptiker Stephen Barrett schlug drei Kriterien vor anhand derer man entscheiden kann, ob es sich um ein “echtes” Wunder handelt: “(1) Es muss eine Krankheit sein, von der man sich normalerweise nicht ohne therapeutische Mittel erholt; (2) Es dürfen keine medizinischen Mittel angewandt worden sein, die einen Einfluss auf die Krankheit haben; (3) sowohl die Diagnose, als auch die Heilung müssen durch detaillierte medizinische Berichte dargelegt werden können.⁠”1

William A. Nolen geht noch etwas weiter und unterscheidet zwischen Krankheiten, die sich von alleine verbessern oder psychosomatische Anteile haben und “echten” körperlichen Krankheiten. Als Wunder hätte er nur Heilungen von Krankheiten mit rein organischer Ursache zugelassen.2

Genau solche Heilungen suche ich. Das ist gar nicht so einfach, denn die wenigsten Heilungsdienste belegen ihre Heilungen so streng. Zudem habe ich noch das weitere Kriterium, dass ich Geschichten aus dem deutschsprachigen Raum suche. Aus den USA, Afrika und Asien werden traditionell immer mehr Zeugnisse berichtet, aber es gibt sicherlich auch welche hier.

Vom zeitlichen Rahmen her bräuchte ich die Zeugnisse bis März, so dass noch viel Zeit ist um diese Anfrage bekannt zu machen und mich zu kontaktieren. Da das Thema natürlich manchmal etwas privat sein kann, bitte ich um Kontakt per Mail: storch (at) kultshockk (punkt) de. Ich hoffe, dass einige tolle Geschichten zusammen kommen. Auch für weitere Tipps, wen ich noch fragen könnte, bin ich dankbar.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit und für jede Hilfe,

Storch

  1. http://www.quackwatch.com/01QuackeryRelatedTopics/faith.html – Übersetzung von mir. []
  2. vgl. Nolen, William A. (1974): Healing: A Doctor in search of a miracle // Healing: a doctor in search of a miracle. 1. Aufl. New York: Random House. []

26. November 2012 in Allgemein 6

Neulich in London

Vor einigen Wochen waren wir in London. Tolle Stadt und nur wenige Stunden von Remscheid entfernt, so dass man ohne weiteres mal dahin kann. Bei der obligatorischen Stadtrundfahrt entdeckten wir in der Nähe der Nelson-Säule den Sherlock-Holmes-Pub. Da zumindest ich schon seit fast ewigen Zeiten begeisterter Scherlockianer bin, kehrten wir natürlich ein und es entstand auch ein Foto davor. Ich poste ja nie – oder mindestens sehr selten – Urlaubsfotos, aber dieses ist schon irgendwie Kult :-)

Statt des zweiten Posts, zu dem ich noch immer nicht gekommen bin, ein Video, das spontan bei meinem letzten Besuch im Verlag aufgenommen wurde. Endlich ist mal ein Handyvideo von mir im Netz :) . Da ich immer wieder höre, dass das Cover die falschen Assoziationen weckt, versuche ich, das entstandene Bild geradezurücken.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=RreAZPKkGPw[/youtube]

Bestellen kann man es im Kultshopp. Wer Interesse an einer Buchvorstellung, Predigt zum Thema oder ähnliches hat, melde sich bitte per Mail.

Auch einen Toren hält man für weise, solange er schweigt, für verständig, solange er seine Lippen verschliesst (Sprüche 17,28 nach der Zürcher).

Man kann den Menschen nur vor den Kopf schauen. Manche machen einen guten Eindruck, bis man mit ihnen spricht und ihnen aufmerksam zuschaut. Dieser Spruch ist eine Warnung vor dem Augenschein, der nur allzu leicht trügen kann. Man sollte sich nicht auf erste Eindrücke und Äußerlichkeiten verlassen, sondern tiefer schauen.

##sys

Wer seine Worte zurückhält, hat Erkenntnis, und wer kühl überlegt, ist ein einsichtiger Mann (Sprüche 17,27 nach der Zürcher).

Immer wieder geben die Sprüche Anweisungen darüber, wie man sich zu äußern hat. Wenn man darüber nachdenkt wie oft man selbst Schaden angerichtet hat, indem man etwas Falsches gesagt hat, leuchtet das auch ein. Im Neuen Testament schreibt Jakobus darüber, dass die Zunge ein gefährliches Glied ist, das es zu kontrollieren gilt. Wer sie nicht im Zaum hält, bringt sich selbst und andere in große Gefahr.
Ein einfaches Mittel, sich in diesem Bereich gut zu entwickeln ist es, einfach mal etwas weniger zu sprechen. Man tut gut daran nicht den ersten Gedanken für den besten zu halten und alles auszuposaunen, was einem in den Sinn kommt. Oftmals ist Reden Silber, Schweigen aber Gold.

##sys

Eine Geldstrafe für den Gerechten ist nicht gut, Edle zu schlagen ist gegen das Recht (Sprüche 17,26 nach der Zürcher).

Dieser Spruch sollte politisch ausgelegt werden. Natürlich ist es auch zwischenmenschlich nicht in Ordnung Edle zu schlagen, aber mit einer Geldstrafe kann nur eine politische Macht einen Gerechten belegen. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir in den Sprüchen die Erziehung höherer Kinder zur Weisheit haben. Viele Politiker von morgen werden in ihrer Jugend dieses Buch studiert haben. Sie werden auf die traurige Möglichkeit hingewiesen, dass Unrecht zu Recht werden kann. Ein Staat kann kippen und statt die Bösen zu bestrafen und die Guten zu fördern, das gerade Gegenteil tun.
Es ist wichtig, sich immer wieder daran zu erinnern und den gegebenen Systemen nicht zu sehr zu vertrauen. Auf dieser Seite der Ewigkeit ist alles provisorisch; was heute noch gut läuft und in die richtige Richtung zeigt, kann morgen aus dem Ruder laufen.

##sys

Ein dummer Sohn bereitet seinem Vater Verdruss und Kummer seiner Mutter, die ihn geboren hat (Sprüche 17,25 nach der Zürcher).

Hier wird das Thema von Sprüche 17,21 wieder aufgegriffen. Der Unterschied liegt eigentlich nur darin, dass hier beide Eltern als leidend dargestellt werden. Frauen sind verhältnismäßig sel-ten in den Sprüchen erwähnt, aber Aussprüche wie dieser zeigen, dass für sie dasselbe gilt wie für die Männer.
Der starke Fokus auf Männer ist der Zeit geschuldet, in der die Bibel entstanden ist. In der mo-dernen Gesellschaft ist es legal „Frauen und Männer“, „Brüder und Schwestern“, „Mütter und Väter“ oder „Söhne und Töchter“ zu lesen.

##sys

31. Oktober 2012 in theologie und gemeinde 0

Hölle 1

Nun ist es also raus. Dass der Blog in den letzten Monaten etwas schleppend gelaufen ist,  hat einen guten Grund: Ich habe intensiv einem Buch gearbeitet. Nun, da es draußen ist, will ich einiges von meinen Recherchen bloggen. Ich beginne mit dem, was ich für meine größte Erkenntnis halte: Unser Wissen über die Hölle verdanken wir mehr der Tradition, als der Bibel.

Die meisten Christen, die ich kenne, verbinden mit dem Begriff Hölle ewige Qual. Jedes Mal wenn sie das Wort in den Evangelien lesen (außer dort kommt es nur noch im Jakobusbrief vor), lesen sie es durch dieses Vorwissen. Tatsächlich ist es schwer in Deutschland aufzuwachsen und bei Hölle an etwas anderes zu denken.

Dennoch geht es nicht allen Christen so. Jemandem, der bei den Adventisten aufgewachsen ist, wird nicht an eine ewige Hölle denken, sondern mit der Auslöschung des Ungläubigen rechnen. Diese Theologie bezeichnet man entweder als Annihilismus oder als Konditionalismus, die Unterschiede werde ich in anderen Posts erklären. In dieser Sichtweise ist nicht die Hölle die Strafe, sondern ewiges Leben das Geschenk.

Für Gläubige im orthodoxen Spektrum ist die Hölle bei weitem kein so großes Thema wie im westlichen Christentum. Auch die frühe Kirche dominierte es nicht.

Viele Vorstellungen, die wir heute haben, wurden erst im Mittelalter endgültig ausgeformt. Ihren Ursprung haben sie zwar bereits bei Tertullian und Augustinus, aber den Platz, den sie heute in unserem Denken haben, bekamen sie erst im Mittelalter.

Das muss nicht bedeuten, dass sie falsch sind. Es bedeutet aber, dass es Alternativen gibt. Es gab zu allen Zeiten aufrichtige Gläubige, die alternative Modelle vertraten. In der deutschen Diskussion kennt man eigentlich fast nur die Lehre der ewigen Hölle und Allversöhnung. Dazwischen liegen aber ganze Welten, die es zu entdecken gilt. Für mich war die schwierigste Sache die Hölle einmal ohne die Brille zu sehen, die Augustinus uns vor so vielen Jahrhunderten aufgesetzt hat.

Auch nachdem das Buch fertig ist, bin ich nicht sicher, ob ich ohne kirchengeschichtliche Brille lese. Aber es ist sicherlich ein guter Anfang zu den Quellen zurück zu gehen und den Auslegungen zu misstrauen mit denen man aufgewachsen ist. Allein das Wissen um eine Prägung sensibilisiert schon für den Prozess diese Prägungen ggfls. zu überwinden.

In den folgenden Posts werde ich kurz die großen theologischen Entwürfe zum Thema vorstellen.

Der Verständige wendet sich der Weisheit zu, aber die Augen des Dummen schweifen ab bis ans Ende der Erde (Sprüche 17,24 nach der Zürcher).

Dass der Verständige sich der Weisheit zuwendet, machen viele Sprüche deutlich. Interessanter ist hier der zweite Teil. Die Augen des Dummen schweifen überall hin ab. Er sucht das, was die Weisheit ihm geben könnte, überall sonst, nur nicht dort, wo er es finden würde. Der Dumme kann also ein weitgereister Mann sein, der sich bereits mit allen möglichen Themen auseinandergesetzt hat, ohne gefunden zu haben, was er suchte.
Solche Menschen können gefährlich sein, denn ihr bloßer Erfahrungsschatz macht sie anziehend. Sie haben bereits alles gesehen und getan, haben aber immer noch ein Loch in ihrem Herzen. Ihr Zeugnis legt den Verdacht nahe, dass nichts das Loch stopfen kann. Wo sollte man noch suchen, nachdem man seine Augen bis ans Ende der Erde schweifen ließ?
Erstaunlicherweise ist es vielen Menschen zu einfach, den Beginn der Weisheit in der Furcht Gottes zu suchen.

##sys

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