Der Hunger des Arbeiters arbeitet für ihn, denn sein Mund treibt ihn an. (Sprüche 16,26 nach der Zürcher)

Um etwas zu erreichen braucht man Motivation. Wer nichts hat, das ihn antreibt, wird sich auch nicht der Mühe unterziehen die nötig ist, um das Ziel zu erreichen. In diesem Vers ist es der körperliche Hunger der den Arbeiter antreibt. Hätte er keinen Bauch zu füllen würde er auch nicht arbeiten.
Im geistlichen Leben ist der Hunger nicht körperlich, aber es gibt einen geistlichen Hunger, der uns ins Gebet oder Bibelstudium treibt. Ohne diesen Hunger ist es schwer, geistlich zu leben. Wer nicht in sich das Bedürfnis verspürt Gott zu begegnen, der wird maximal aus Disziplin geistlich leben. Es ist besser, an seinem Hunger zu arbeiten als an bloßer Disziplin. Wer spürt, dass der Geist Gottes Wort und seine Gegenwart braucht wird einen Weg finden um seinen Hunger zu befriedigen.
Deshalb beschäftige ich mit dem, was Gott woanders tut, ich interessiere mich speziell für Zeugnisse weil sie meine Leidenschaft für Jesus schüren. Je mehr ich Jesus kennen lerne umso größer wird mein Hunger nach ihm. So arbeitet der Hunger für mich denn er treibt mich zu Gott.

##sys

Heute noch einmal ein Eintrag für die Gemeinde, deren Teil ich bin. Vor vielen Jahren haben wir freitags einen Gottesdienst angefangen, der um 19:30 begann. Im Laufe der Jahre hat die Anfangszeit sich immer weiter nach hinten verschoben und wir tendieren zu 21:30. Das hat ein jetzt ein Ende. Schluss damit!

Ab dem 05.10.2012 beginnen wir um 20:00. Bitte merkt es Euch, schreibt es auf und informiert andere darüber. Wir versuchen, die Zeit so bekannt zu machen wie irgendwie möglich und dafür brauchen wir jede Hilfe, die wir kriegen können.

Vielen Dank!

Ein interessanter Gedanke aus einem interessanten Buch:

“God wants to be your friend; you develop that relationship through prayer; prayer is hard work and requires effort and training; and when you develop that relationship, God will answer back, through thoughts and mental images he places in your mind, and through sensations he causes in your body.”

Das Buch, welches noch zu lesen ist, heißt „when God talks back“ und beschäftigt sich mit einer psychologischen Studie der Vineyard. Da mir die Bewegung persönlich sehr nahe steht, ist es doppelt interessant. T.M. Luhrmann hat vier Jahre lang Vineyards besucht und teilweise sehr tiefe spirituelle Erfahrungen gemacht. Ihre Schlüsse lassen sich, laut der Rezension, in beide Richtungen verstehen: als genuin geistlich und als innerseelisch. Interessant ist die Beschäftigung mit der mentalen Umprogrammierung durch geistliche Übungen, die von Igantius bis Warren reichen. Jedem, der sich für dieses Thema interessiert, sie diese Rezension empfohlen: http://www.nytimes.com/2012/04/29/books/review/when-god-talks-back-by-tm-luhrmann.html?_r=2&pagewanted=all&fb_source=message

Liebe Blogleser,

die Stadtsparkasse Remscheid unterstützt die lokale Vereinslandschaft wieder einmal mit Geldspenden.
6.000 Euro werden im Rahmen eines Spendenvotings insgesamt verschenkt.
3.000 Euro an den Ersten – 2.000 Euro an den Zweiten – 1.000 Euro an den Dritten.

Abgestimmt werden kann entweder über die Homepagewww.stadtsparkasse-remscheid.de oder über facebook:
https://www.facebook.com/SSKRemscheid/app_215625005222321Hier könnt Ihr Eure Stimme für die Jesus Freaks Remscheid abgeben. Die Bestätigung erfolgt über eine e-mail Adresse.
Da nur die ersten drei Plätze finanziell unterstützt werden, brauchen wir ganz viele Stimmen. Daher freuen wir uns über Euer Voting.
Außerdem wäre es super, wenn Ihr Eure sozialen Kontakte dafür mobilisieren würdet. 😉

NACHTRAG: Man darf übrigens JEDEN TAG EINMAL voten. Also bleibt doch bitte dran und votet bis zum Ende (30.09.) mit.

Vielen Dank schonmal.

26. Juni 2012 in Allgemein 3

Prophetie 2

Gestern ging es hauptsächlich darum, was prophetisches Reden und ein prophetischer Lebensstil bedeutet. Es geht darum, Gottes Wahrheiten über Menschen auszusprechen und ihnen so zu helfen, mehr das zu werden, was Gott in ihnen sieht. Prophetische Menschen sind deshalb aufbauende Menschen. Man ist gerne mit ihnen zusammen weil es einem nachher besser geht als vorher. Sie nehmen einem nichts, sondern geben etwas.
Heute geht es um zwei große Komplexe, die ich leider auch nur anreißen kann: Um das Prüfen von prophetischen Eindrücken und darum, wie Gott spricht. Gerade das zweite Thema ist natürlich so groß, dass man es absolut ausufernd behandeln könnte: Man könnte es fast bis auf die Länge eines Buches ausweiten.

1 Prüfen
Im praktischen Teil heute morgen wurde mehrmals gesagt: „das musst Du prüfen!“ Das ist richtig, wir müssen alles prüfen, ob es von Gott kommt und wie es sich in unser Leben einbauen lässt. Wer eine Weile mit Gott lebt, hat seine eigene Historie, seine Gottgeschichte. Anhand dieser Geschichte lassen sich alle Eindrücke prüfen, die wir empfangen. Das Prüfen ist wichtig und gilt für alles, was kommt, selbst wenn es total übernatürlich und authentisch wirkt.

Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht! (Galater 1,8 nach der Elberfelder)

Natürlich geht es in der Stelle um etwas anderes, nämlich darum, dass es nur ein wahres Evangelium gibt, aber sie sagt auch, dass man selbst deutlich Übernatürliche Erlebnisse prüfen sollte. Selbst wenn ein Engel käme, sollte wir seine Ansagen daraufhin prüfen, ob sie mit dem Evangelium übereinstimmen.
Dieses Prüfen steht in der Verantwortung des Adressaten. Derjenige, der etwas von Gott empfängt, kann es oft gar nicht richtig prüfen, weil es möglicherweise keinen Sinn für ihn ergibt, wohl aber für die Person, die es betrifft. Diese Person muss dann schauen, ob das Wort in ihr Leben passt, oder nicht.

Von den Propheten aber sollen zwei oder drei reden, und die anderen sollen urteilen. (1. Korinther 14,29 nach der Elberfelder)

Urteilen bedeutet in diesem Vers nicht in erster Linie darüber zu urteilen, ob ein Wort vom Herrn ist. Das ist kaum mit letzter Sicherheit zu sagen, außer wenn es dem klaren Wort der Bibel widerspricht. Wir beurteilen, ob ein Wort für uns ist oder nicht. Das bedeutet auch, dass wir nicht über den urteilen, der prophetisch redet. Wir befinden uns in demselben Prozess wie eigentlich immer, dass wir feststellen, ob Gott gerade etwas zu uns sagt.

2 Wie spricht Gott?
Ein sehr großes Thema ist, wie Gott zu Menschen spricht. Seinen Möglichkeiten sind formal keine Grenzen gesetzt, so dass er durch alles sprechen kann. In der Bibel gibt es eine sprechende Eselin; eine Flammenschrift; verschiedene Engel; einen prophezeienden Hohenpriester der Jesus eigentlich hasste, potentiell sprechende Steine, u.v.m.. Ich könnte also gar nicht alle Möglichkeiten aufzählen. Ein paar sind aber so häufig, dass es sich lohnt, sich näher mit ihnen zu beschäftigen.

2.1 Durch die Bibel
Es ist logisch anzunehmen, dass Gott durch die Bibel redet. Immerhin ist sie sein Buch. Wenn wir die Bibel kennen, kann uns der Heilige Geist an etwas erinnern, was wir gelesen haben. Das kann eine Geschichte sein, die uns etwas zu sagen hat, oder es können einzelne Verse sein, die uns „anspringen“. Geschichten sind z.B. etwas wie die Erzählung von Petrus auf dem Wasser, die in vielen Christen Glauben für das Unmögliche geweckt hat. Einzelne Verse z.B. 1.Petrus 2,24 der vielen geholfen hat, an göttliche Heilung zu glauben.
Die Bedeutung der Bibel für Prophetie kann man kaum überschätzen. Wer mit der Bibel lebt zeigt damit, dass er Gottes Reden schätzt und ernst nimmt. Das ist eine gute Sache für Prophetie. Warum sollte Gott uns Eindrücke geben, wenn wir uns nicht für das interessieren, was er in seinem Wort niedergeschrieben hat? Wir werden immer dann mehr bekommen, wenn wir mit dem, was wir haben, treu umgegangen sind. Treuer Umgang mit Gottes Worten beginnt mit der Bibel.

2.2 Gedanken
Beten ist Denken in Gottes Gegenwart. Oft kommen uns die besten Gedanken im Gebet. Dabei geht es nicht darum, vorformulierte Gebete zu sprechen (obwohl auch das seinen Raum hat). Es geht um den Austausch mit unserem himmlischen Vater. Das fängt oft ganz harmlos und klein an. Ich frage Gott oft, was er von Situation oder Menschen denkt und versuche dann zu hören, was er antwortet.
Oder ich erzähle ihm, was ich selber meine und stelle auf einmal fest, dass ich etwas denke, das sich „inspiriert anfühlt“ – etwas das zu gut ist, um von mir selbst zu kommen, oder das ich eigentlich nicht wissen kann.
Leider ist es schwierig festzustellen, welche Gedanken von ihm sind und welche einfach normale Gedanken sind. Aber ein wichtiges Ziel im Glauben ist es ja, und zu verändern indem wir unser Denken ändern (lassen): Römer 12,2. Deshalb nähert sich unser Denken dem Denken Gottes an, so dass wir mit Paulus sagen können:

Denn „wer hat den Sinn des Herrn erkannt, dass er ihn unterweisen könnte?“ Wir aber haben Christi Sinn. (1. Korinther 2,16 nach der Elberfelder)

Der Sinn, griechisch „nous“ ist, grob gesagt, alles was eine Person ausmacht und nicht körperlich ist. Wir haben also das Denken und Fühlen Christi. Wer das entdeckt, für den ist Prophetie nichts Fremdes, Äußerliches, sondern eine natürlich, innere Angelegenheit.

2.3 Bilder und Visionen
Bilder können verschieden gesehen werden. Manche sehen mit offenen Augen etwas, das eigentlich nicht sichtbar ist. Das bezeichnet man das als Vision. Normalerweise sind Bilder aber innere Eindrücke, die man in den Gedanken sieht.
Bilder müssen immer interpretiert werden, denn ohne Interpretation sagen sie erst einmal nichts aus. Oft ist die Deutung problematischer als das Empfangen eines Bildes. Deshalb gehört es bei dieser Art der Prophetie dazu, Gott zu fragen, was das Bild bedeutet. Hier ist die Gefahr besonders groß, Eigenes zu dem Reden Gottes hinzu zu addieren. Im Zweifelsfalle ist es dann besser, einfach nur das Bild weiter zu geben und dem Adressaten die Auslegung zu überlassen.
Eine besondere Form dieser Prophetie ist es, diese Bilder auch zu malen. So entsteht prophetische Kunst, was ein echtes Geschenk Gottes ist. Ich glaube, dass Gott viel mehr MalerInnen berufen hat, als es Menschen gibt, die diese Gabe ausleben. Das ist natürlich traurig, denn so werden die kreativen Ausdrücke Gottes begrenzt.

2.4 Durch Träume
Die klassische Stelle zu Träumen ist Hiob 33.

Im Traum, im Nachtgesicht, wenn tiefer Schlaf auf die Menschen fällt, im Schlummer auf dem Lager, 16 dann öffnet er das Ohr der Menschen … (Hiob 33,15-16 nach der Elberfelder)

Warum spricht Gott gerade in Träumen? Vermutlich weil Menschen im Schlaf „die Deckung unten haben.“ Selbst Menschen, die immer alles analysieren und durch deren Verstandesfilter nichts hindurch kommt, werden im Schlaf sensibel für ihr Unterbewusstsein und den Heiligen Geist.
Das bedeutet aber nicht, dass jeder Traum von Gott ist. Viele Träume entstehen einfach nur weil unser Gehirn etwas verarbeitet: Wer den ganzen Tag Fußball guckt, wird im Traum Tore schießen. Daran ist dann nichts Prophetisches. Manche Träume sind aber absolut von Gott. Dann wacht man auf und weiß, dass der Traum eine Bedeutung hatte. In diesem Fall sollte man weiter darüber beten und sich mit dem Traum beschäftigen.
Im Alten Testament hatte Joseph die Weisheit prophetische Träume auszulegen, die andere hatten. Das bedeutet aber nicht, dass es eine Gabe der Traumdeutung gibt. In diesem Bereich gibt es leider seltsame Auswüchse. Vieles an christlicher Traumdeutung ist bestimmt gut gemeint, aber wir sollten dennoch vorsichtig damit sein. Wenn Gott uns etwas durch unsere Träume sagen will, dann kann er das auch ohne Traumdeuter.

2.5 Durch andere Menschen
Auch andere Christen haben den Heiligen Geist und Gott kann durch sie sprechen. Das ist ein Aspekt, der Gemeinschaft und Gemeinde so wichtig macht: Manchmal hören wir Gott nicht selbst, oder wir hören ihn, brauchen aber noch eine Bestätigung. In diesem Fall kann er gut durch unsere Geschwister reden. In der Bibel gibt es einige Beispiele dafür. Hier ist eines aus der Apostelgeschichte:

Als wir nun mehrere Tage blieben, kam ein Prophet mit Namen Agabus von Judäa herab. 11 Und er kam zu uns und nahm den Gürtel des Paulus und band sich die Füße und die Hände und sprach: Dies sagt der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem so binden und in die Hände der Nationen überliefern. 12 Als wir aber dies hörten, baten sowohl wir als auch die Einheimischen, daß er nicht nach Jerusalem hinaufgehen möchte. 13 Paulus aber antwortete: Was macht ihr, daß ihr weint und mir das Herz brecht? Denn ich bin bereit, nicht allein gebunden zu werden, sondern auch in Jerusalem für den Namen des Herrn Jesus zu sterben. 14 Als er sich aber nicht überreden ließ, schwiegen wir und sprachen: Der Wille des Herrn geschehe! (Apostelgeschichte 21,10-14 nach der Elberfelder)

Gott bestätigte durch Agabus das Schicksal des Paulus. Es spricht für den Mut des Apostels, dass er sehenden Auges in die Gefahr gegangen ist. Ebenso wie Agabus Paulus warnte, können uns andere warnen, ermutigen oder bestätigen.

2.6 Durch Umstände
Manchmal spricht Gott durch ungewöhnliche Umstände. Man wacht z.B. immer zur selben Zeit auf und Gott will durch die Uhrzeit eine Bibelstelle zeigen. Oder man begegnet ständig derselben Person, die man nie zuvor gesehen hat, und Gott möchte dieser Person etwas mitteilen. Ich habe selten derartige „Zufälle“ erlebt und kann deshalb nicht viel dazu sagen, aber ich hatte den Eindruck, dass es in diese Einheit gehört.

Es ist eine seltsame Situation, zum Thema Prophetie eingeladen zu sein, denn eigentlich ist das keines meiner Hauptthemen. Meistens geht es bei mir entweder um theologische (=theoretische) Themen oder um Heilung. Dennoch ist Prophetie für mich kein ganz artfremdes Thema. Es klingt komisch, aber bei vielen Heilungsseminaren geht es am Ende fast ebenso sehr um Prophetie wie um Heilung, zumindest in den Aufrufen und Gebetszeiten. Also ist Prophetie wohl doch ein wichtiges Thema für mich und es scheint auch eines zu sein, dass irgendwie etwas mit Heilung zu tun hat.

Um einen Einstieg zu machen beginne ich damit zu definieren, worum es eigentlich geht, wenn ich über Prophetie spreche. Man kann das Thema sehr unterschiedlich angehen und wegen der Kürze der Zeit muss ich mich natürlich beschränken. Drei Aspekte sind mir besonders wichtig:

1 Prophetie vs. „Gott hören“
Wenn ich zu einem Seminar über die Gabe der Prophetie eingeladen bin, erwarte ich etwas in Richtung der Geistes- oder Dienstgabe über die im Neuen Testament gesprochen wird. Das kann mitunter sehr professionell klingen:

Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, 12 zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi, 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmaß des Wuchses der Fülle Christi.(Epheser 4,11-13 nach der Elberfelder)

Es gibt also Leute deren Auftrag sich an die ganze Gemeinde richtet; sie sind Teil von Gottes Plan, die ganze Gemeinde in die Reife zu bringen. Das ist sicherlich ein großer Auftrag und keine Sache, die man nebenher erledigen kann. Offenbar ist auch Prophetie wichtig damit eine Gemeinde geistlich reif wird. So gibt es Propheten, die eigens dazu da sind, Christen beizubringen, wie man prophetisch dient oder prophezeit.
Daneben gibt es aber auch den Auftrag eines jeden Christen zu prophezeien und Gottes Stimme zu hören. Paulus bringt das sehr deutlich in der Gottesdienstordnung im 1.Korintherbrief rüber.

Von den Propheten aber sollen zwei oder drei reden, und die anderen sollen urteilen. 30 Wenn aber einem anderen, der dasitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so schweige der erste. 31 Denn ihr könnt einer nach dem anderen alle weissagen, damit alle lernen und alle getröstet werden. (1.Korinther 14,29-31 nach der Elberfelder)

Der Plan ist also, dass alle weissagen können, also im Gottesdienst Raum dafür ist, dass jeder, der einen prophetischen Eindruck hat, diesen auch loswerden kann. Daneben gibt es aber auch die Propheten (und das Wort ist ausdrücklich ein Hauptwort!), von denen nur zwei oder drei reden sollen.
Warum? Vermutlich, weil manche in der Gemeinde in Korinth so stark in der prophetischen Gabe waren, dass sie den ganzen Gottesdienst hätten schmeißen können und niemand anderes mehr dran gekommen wäre. Wenn zu viel von Profis gemacht wird, trauen sich die Laien irgendwann nicht mehr. Ich habe das selbst in Gemeinden erlebt, die im Prophetischen stark waren, dass einige dauernd Eindrücke hatten die sehr genau waren, während sich andere dann nicht mehr getraut haben, ihre paar kleinen göttlichen Gedanken ein zu bringen. Das kann dazu führen, dass sich Gemeinden selbst berauben, denn das Ziel des prophetischen Dienstes ist es ja eigentlich, dass alle daran herangeführt werden Gott zu hören.
Das führt direkt zu dem, was mir für dieses Wochenende vornehmlich wichtig ist: Die Fähigkeit zu verbessern, Gott zu hören. Jesus zeigt in Johannes 10, dass jeder Christ die Fähigkeit hat, Gott zu hören. Eigentlich klar; wir sind zur Gemeinschaft mit Gott geschaffen, da muss es ja möglich sein, mit ihm zu kommunizieren! Kommunikation ist aber keine Einbahnstraße. Wenn Gebet nur bedeutet, dass wir Gott unsere Sorgen und Wünsche mitteilen, hätte das zwar sicher einen Wert, aber es wäre wenig im Verglich zu der Möglichkeit, Gott auch zu hören. So sagt Jesus:

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; (Johannes 10,27 nach der Elberfelder)

Es ist das Vorrecht der Gotteskinder, dass sie die Stimme ihres Herrn hören und ihm folgen können. Schafe sind gewiss nicht die klügsten Tiere auf Erden, aber sie haben eine gewisse Fähigkeit eine Beziehung zu ihrem Hirten aufzubauen. Sie können zwar nicht mit ihm darüber reden, wie er sein Geld anlegt, aber sie wissen, wo er hin will und wo es daher auch für sie hingeht. Die minimale Verheißung ist also, dass wir wissen, wo es mit Gott hingeht. Wenn Christen nicht wissen, wo ihr Leben hingeht, entspricht das nicht dem wie Gott sich unser Leben vorstellt.

2 Prophetie und Universalrolle
Prophetie geht allerdings weiter, als nur zu wissen, wo das eigene Leben hingeht. Die klassischen Geistesgaben von denen Paulus spricht, sind nicht nur für denjenigen, der sie ausübt selbst, sondern sie sind für andere und den Aufbau der Gemeinde gegeben. Das gilt insbesondere für die prophetische Rede.

Strebt nach der Liebe; eifert aber nach den geistlichen Gaben, besonders aber, daß ihr weissagt! 2 Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse. 3 Wer aber weissagt, redet zu den Menschen zur Erbauung und Ermahnung und Tröstung. (1.Korinther 14,1-3 nach der Elberfelder)

Paulus sagt uns hier zwei Dinge über Prophetie. Zum einen, dass sie mehr zu begehren ist, als andere Gaben, besonders als die Gabe des Sprachenredens; zum anderen, warum das so ist. Während man nur sich selbst aufbaut, wenn man in Sprachen spricht, baut man andere auf, wenn man prophezeit.
Es geht an diesem Wochenende also um beides: Wir wollen sensibler werden für Gottes Stimme, um selbst mehr von ihm zu hören und besser geleitet zu sein. Wir wollen aber auch für andere hören und ihnen prophetisch etwas vom Heiligen Geist mitteilen.

3 Prophetie bedeutet „für Gott sprechen“
Mit Prophetie anzufangen ist ganz einfach. Das Wort kommt aus dem Griechischen und ist ein Kompositum aus der Vorsilbe „pro“ und dem Verb „phemi“. Pro bedeutet für, phemi sprechen. Prophetie ist also „für jemanden sprechen“. Dabei denkt man natürlich an Gott, so dass prophetisch reden bedeutet „für Gott zu reden“. Wir sagen also etwas, das wir von Gott empfangen haben oder wissen.
Wir wissen, dass unsere Wort Kraft haben. Es sind nicht einfach nur Schwingungen in der Luft, sondern etwas Mächtiges. „Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge.“ (Sprüche 18,21 nach der Elberfelder). Je nachdem, was wir sagen sprechen wir Leben oder Tod über Menschen aus – das ist eine gewissen Verantwortung. Man kann das übrigens sehr leicht im Experiment nachvollziehen oder sich auch einfach nur vorstellen.
Ich habe beispielsweise mal von einem Experiment gehört, das wir auch gerne mal machen können. Aus einer Gruppe verlässt eine Person für eine kurze Zeit den Raum. Die andere bleiben und reden eine Weile nur negativ über diese Person. Alles, was ihnen einfällt kübeln sie aus. Ohne dass die Person etwas von dem gehört hat, was über sie gesagt wurde, wird sie eine negative Atmosphäre spüren wenn sie den Raum wieder betritt. So etwas ist schwer erklärbar, aber mindestens jeder Prediger kennt das. Es gibt Veranstaltungen wo sich jeder auf den Prediger freut, dann ist es extrem einfach sein Bestes zu geben und sogar über sich hinaus zu wachsen. Es gibt aber auch sehr reservierte Veranstaltungen, in denen fast gar nichts geht.
Unsere Worte können also Atmosphären verändern. Will man eine göttliche Atmosphäre haben ist es mehr als sinnvoll, göttlich zu reden: Wahrheiten auszusprechen schafft Raum für den Heiligen Geist. Was mit Atmosphären, die ja in sich keine Wesen darstellen, geht, das geht umso besser mit Menschen. Menschen über denen immer negatives ausgesprochen wurde, werden das irgendwann glauben und negative Früchte ernten. Menschen, die immer gefördert wurden und in deren Leben viel Positives gesprochen wurde, werden sich auch entsprechend verändern.
Prophetisch zu reden – oder gar einen prophetischen Lebensstil zu pflegen – bedeutet also, dass wir göttliche Wahrheiten über Menschen aussprechen mit denen wir in Kontakt sind. Das kann man üben und es hilft, wenn man sich einfach dafür entscheidet. Jeder von uns weiß etwas von Gottes Willen. Wir kennen seinen Plan mit Menschen, wir lesen in der Bibel etwas darüber, wie unsere Identität in Christus aussieht, und das können wir über andere aussprechen. Prophetie bedeutet zunächst, den anderen mit Gottes Augen sehen und entsprechend zu reden.
Das fühlt sich nicht immer „übernatürlich“ an, ist es aber. Die Quelle können Eindrücke oder Gefühle sein, müssen es aber nicht. Es reicht auch, göttliche Wahrheiten auszusprechen, die wir kennen. Dabei wird sich ein Effekt einstellen: Je mehr wir Gottes Wahrheit aussprechen, umso mehr werden wir Menschen mit Gottes Augen sehen. Irgendwann kommen von allein Punkte an denen wir uns wundern, „woher wir das gewusst haben.“
Der Umkehrschluss ist, dass es falsch ist darauf zu warten, dass Eindrücke, Träume, Flammenschriften usw. kommen. Ein Grundprinzip des Lebens im Geist ist es ja, dass wir mehr bekommen wenn wir einsetzen, was wir haben. Wenn wir in dem Licht leben und dienen, das wir haben, wird mehr dazu kommen.
Nebenher entsteht eine Atmosphäre, in der es gut möglich ist, geistlich zu wachsen. Glaube und Gaben gedeihen am besten in einer Atmosphäre der Wertschätzung und Ermutigung. Wenn wir Menschen so sehen, wie Gott sie sieht, entsteht eine solche Atmosphäre nebenbei.
Im zweiten Teil, also morgen Abend, wird es darum gehen, wie wir das praktisch umsetzen und darin wachsen können.

11. Juni 2012 in Allgemein 0

Mathematikum

Heute mal ein ganz anderes Thema. Eigentlich ist Mathematik nicht eben mein Spezialgebiet, was wohl daran liegt, dass ich es in der Schule einfach nicht verstanden habe. Seit ich weiß, dass rechnen nur der allerkleinste Teil ist, freunde ich mich langsam wieder mit der Mathematik an. Interessante Dinge werden gedacht und besprochen! Nun habe ich ein kleines und sehr amüsantes, mit anderem Wort: tolles Buch gelesen: Albrecht Beutelspachers Kleines Mathematikum, Die 101 wichtigsten Fragen und Antworten zur Mathematik. Der Autor ist u.a. Direktor des Giessener Mathematikums und, laut Klappentext des Buches, Der Mathe-Versteher (hört! hört!).

Auf jeden Fall hat mir das Buch so gut gefallen, dass ich manchmal nachts noch mal kurz aufgestanden bin um etwas nachzurechnen. Das will einiges besagen, so dass ich Euch das Buch gerne ans Herz legen möchte. Vielleicht braucht Ihr ja mal etwas Abstand von der Theologie.

Wie erwähnt, hatten wir am 02.06. eine Schatzsuche mit vier Teams. Hier ist der zweite Bericht:

Wir waren zu viert, zwei Frauen und zwei Männer, und fuhren zu allererst zu dem Brunnen am Allee Center. Dort folgten zwei von uns einer Frau mit roter Strickjacke während die anderen beiden einen Herrn mit Halbglatze ansprachen. Beide Personen lehnten sogleich ein weiteres Gespräch oder Gebet ab. Auch ein Mann mit blondierten kurzen welligen Haaren und Käppi hatte es eilig und wollte kein Gespräch. Wir gingen ins Allee-Center hinein und nach einer Weile erfolglosen Suchens in den Nanu Nana. Sogleich fiel uns eine Frau mit Kniebandage auf und wir konnten für sie beten. Sie konnte uns nicht sagen ob sich etwas verändert hat da sie auch vorher keine Schmerzen hatte.

Daraufhin verließen wir das Allee-Center und gingen am Rathhaus vorbei einfach drauflos weitere Schätze zu finden. Wir entdeckten zwei Apfelbäume an einer Bushaltestelle und sprachen zwei Leute an die dort saßen. Die eine Frau war recht offen und wir konnten sie segnen und gegen Bauchschmerzen und Blähgefühl beten. Auf der Suche nach einer Grünfläche bzw. Busch kamen wir zu einem Spielplatz in der Nähe von Mehrfamilienhäusern. Dort saßen zwei Jungs im Hip Hop-Style mit Kappe. Als wir sie fragten ob wir für etwas beten könnten erzählte der eine davon, dass er am nächsten Tag seine Gesellenprüfung hat er wollte aber nicht das wir für ihn beten, er hatte Sorge dass könne Unglück bringen. Wir fragten sie nach einigen Namen auf unserer Liste aber ihre Namen hatten wir nicht darauf. Allerdings sagten sie uns, dass der Emanuel eben noch da gewesen sei. Ich sagte sie sollen den Emanuel grüßen und als sie fragten von wem denn, antwortete der Pascal lachend von Jesus. Wir quatschten noch kurz mit ihnen, sie kannten das Kultschock von Partys und wir luden sie ein mal, freitags zu kommen.

[Protokoll: Kerstin | über Schatzsuche]

Beim Regiotag der Jesus-Freaks-Region NRW gab es auch eine Schatzsuche. Insgesamt waren wir mit vier Teams unterwegs und haben einiges erlebt. Hier ist das Protokoll einer Gruppe:

Am Samstag hatte ich das Vergnügen,an einer Schatzsuchen Teilnehmen zu können.
Es war meine Erste,etwas unsicher betete ich für Eindrücke.
Ein etwas mulmiges Gefühl hatte ich dabei.Werde ich Eindrücke bekommen,wie werden sie sein???
Es gingen mir kurz Begriffe durch Kopf,nur ganz kurz,dann waren sie wieder weg.
Ein Bild.
Hmmm?
Begriffe wie Cola und Banane (Großes Fragezeichen)
Wir starteten als Team bestehend aus 2 Männern und einer Frau(Jesus war ganz sicher auch dabei).
Die anderen 2 aus meiner Gruppe hatten auch Personenbezogene Hinweise im Gegensatz zu mir.
Es war gut, das wir spontan das Fz der Frau nutzten,denn ich hätte wo anders geparkt und wäre sehr wahrscheinlich meinen Hinweisen nicht begegnet.Ein riesen Schild mit vielen Bananen
und einem Colabecher der vor mir auf dem Boden lag.Ein wenig später fanden wir den ersten Schatz,(eine ältere Dame mit lila Kostüm und aufgesteckter Frisur)der Versuch für sie beten zu dürfen, scheiterte an dem sehr motiviertem Wächter der uns abwimmelte.
Schatz Nummer 2 war eine gute Entschädigung für unseren ersten gescheiterten Versuch(wir waren uns im Nachhinein aber sicher,das sich die erste Person ein Gebet gewünscht hätte).Die 2 Person, kurze rote Haare war für ein Gebet sehr dankbar uns es folgte ein gutes Gespräch mit den Begleitpersonen die sich als Eltern der Frau heraus stellten.Ich hatte zu dem noch die Möglichkeit ein Zeugnis zu geben.

Mein Bild hatte ich dann auch irgendwann entdeckt.Die Spitze eines Kirchturms im Hintergrund die Wolken.Ich hatte ein Spitzes Dreieck mit Wolken gesehen.
Zum Schluß konnten wir noch für eine ältere Dame und für die bevorstehende Geburt eines Enkels beten.
Es war ein tolles Erlebnis und ein gutes Team, fand ich.

[Protokoll: Andreas | über Schatzsuche]

Weide in SpeyerIch mag Bäume. Hier bin ich in Speyer unter einer Weide – einer großen Weide.

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