25. Februar 2008 25
Dürfen Christen tätowiert sein?
Heute gibt es mal wieder ein altes Handout. Es macht echt Spaß, zwischendurch die alten Sachen zu sichten und nach brauchbarem zu durchforsten. Ich habe schon mehrere Bücher gefunden, die fast fertig auf meiner Festplatte modern und den letzten Schliff erwarten. Der Wechsel des Betriebssystems hat also was für sich. Ich weiß nicht, ob das Thema “Tätowierungen bei Christen” heute noch jemanden interessiert. Im August 2002, als ich das Handout geschrieben habe, war es durchaus für manchen ein Thema. Naja, mittlerweile hat selbst in unserer Kleinstadt ein Tätowierer aufgemacht. Ich wünsche ihm, dass er mehr Glück hat als den ganzen anderen Läden, die vor ihm in dem Lokal waren beschieden war… Beachtet übrigens bitte auch die Links ganz unten, da ist noch was lustiges bei.
Im übrigen mache mir niemand weitere Mühe; denn ich trage die Malzeichen Jesu an meinem Leibe.
– Paulus im Galater 6,17
Stigmata
„Die Malzeichen Jesu“ klingt so, als wenn Paulus tatsächlich Wunden gehabt hätte, die denen Jesu geglichen hätten. Tatsächlich gebraucht er im Griechischen sogar das Wort „Stigmata“. Im modernen Sprachgebrauch heißt jemand stigmatisiert, an dem sich auf irgendeine seltsame Weise auf einmal die Wundmale Jesu zeigen.
Laut Brockhaus passiert das gelegentlich bei besonders mystisch veranlagten Personen; als erstem bei Franz von Assisi und seitdem bei wenigen hundert Menschen überhaupt.
Mit ziemlicher Sicherheit können wir jedoch davon ausgehen, dass Paulus nicht in dieser Weise „stigmatisiert“ war. (1)
Stigma bedeutet übersetzt „Mal“, und zwar besonders ein Brandmal, eine Narbe oder auch eine Tätowierung. (2)
Interessanterweise war es bei den ersten Christen üblich, sich am Kopf mit Kreuzen und ähnlichen christlichen Symbolen zu tätowieren. 400 wurden diese Tätowierungen von Kaiser Konstantin verboten, ein Verbot, an das sich die christlichen Westkirchen fast ausschließlich hielten. (3)
Mag also sein, dass Paulus hier im wahrsten Sinne des Wortes eine Markierung in Form einer Tätowierung oder eines Brandings meinte.
Eine andere gute Auslegung wäre es, dass Paulus die Narben, die er im Dienst an Christus bekommen hat, als bleibendes Kennzeichen seiner radikalen Christusnachfolge angesehen hat, Zeichen, die ebenso endgültig waren wie Tätowierungen.
In 2. Korinther 11,16-33 berichtet Paulus einige von seinen Leidenserfahrungen. Obwohl dieser Brief (wahrscheinlich) später geschrieben wurde als der Galaterbrief, können wir wohl davon ausgehen, dass der Apostel auch schon, als er den Galaterbrief schrieb, eine Menge Narben hatte.
Die Menschen, die zu Paulus‘ Zeit tätowiert waren oder ein Brandzeichen trugen, hatten das eher nicht aus optischen Gründen. Die Technik war natürlich bei weitem nicht so ausgereift wie heute, und das Resultat wird vermutlich nicht besonders schön ausgesehen haben.
Dennoch war ein nicht geringer Teil der römischen Bevölkerung mit Malen versehen, im wesentlichen drei Gruppen, die sinnbildlich auch für drei sehr wichtige Aspekte des christlichen Glaubens stehen.
Um zu verstehen, warum Paulus seine Narben mit Tätowierungen vergleicht, ist es wichtig, diese drei Gruppen zu kennen.
3 tätowierte Gruppen
1. Sklaven
Sklaven wurden mit Brandzeichen oder Tätowierungen markiert, oft trugen sie den Namen ihres Besitzers. In der Theologie des Paulus spielt das „Sklave Christi sein“ eine große Rolle.
Als Knechte Christi gehören wir nicht mehr uns selber, wir haben Jesus unser Leben gegeben, und nun leben wir nicht mehr unser Leben, sondern Christus lebt in uns (Galater 2,20). Das Brandzeichen Christi zu tragen heisst, sich ihm ausgeliefert zu haben, erkauft zu sein mit seinem Blute und nicht mehr sich selber zu gehören, sondern für Gott zu leben.
2. Geweihte
Menschen, die sich ganz dem Dienst eines Gottes geweiht hatten und ihr Leben in seinem Tempel zubrachten, trugen auch Malzeichen.
Das Malzeichen Christi zu tragen heißt also auch, sich ihm ganz hingegeben zu haben, mit Leib und Leben für immer in seinem Dienst zu stehen und dem lebendigen Gott geweiht zu sein.
3. Soldaten
Als Zeichen ihrer besonderen Treue ließen sich Soldaten oft den Namen des Heerführers oder Kaisers, unter dem sie dienten, tätowieren. Wer mal den „Gladiator“ gesehen hat, kann sich vielleicht an die Szene erinnern, in der Russell Crowe sich das SPQR wieder entfernen wollte…
Paulus nennt das Leben des Christen einen Kampf (1.Timotheus 6,12), und wir alle dienen als Soldaten in Gottes Armee und kämpfen gegen den Teufel. Die Tätowierung Christi ist hier Symbol für die Treue des Soldaten zu seinem Heerführer.
Christen fallen unter alle diese Gruppen; den Namen Jesu irgendwo tätowiert zu haben, kann also schon eine ganze Fülle an Bedeutungen haben.
Der Tempel
Ebenso wie die Gemeinde ist auch der Leib eines jeden einzelnen Christen ein Tempel des Heiligen Geistes (1.Korinther 6,19). Das bedeutet für uns Christen, dass wir eine Verantwortung nicht nur für unser seelisches und geistliches Leben, sondern auch für unseren Körper haben. Der ganze Mensch, Leibe, Seele und Geist soll zur Verherrlichung Gottes da sein.
Das ist weder ein Rat für noch gegen Tattoos, Tätowierungen können definitiv auch zur Ehre Gottes und zu seiner Verherrlichung getragen werden. Ebenso wie dämonische Tattoos darauf hinweisen, wes Geistes Kind der Träger ist, können das auch christliche Tätowierungen. Mittlerweile gibt es eine grosse Menge frommer Motive, die dazu beitragen können, “Gott mit eurem Leibe zu verherrlichen!“ (1.Korinther 6,20). Seltsam ist es dann höchstens, wenn Christen sich irgendwelches dämonisches Zeug stechen lassen…
2 Tattoos in der Bibel
Nachdem ich einmal über Tätowierungen gepredigt habe, bin ich nachher auf zwei Bibelstellen aufmerksam gemacht worden, in denen die Bibel wahrscheinlich direkt (und zwar positiv!) über Tätowierungen spricht.
In Jesaja 49,16 sagt Gott von sich selbst: „Siehe, in meine beiden Hände habe ich dich eingezeichnet; deine Mauern sind immerdar vor mir!“ Das hebräische Wort an dieser Stelle bedeutet gravieren oder einschneiden.
In Offenbarung 19,16 heisst es über Jesus: „Und er trägt an seinem Kleide und an seiner (blossen) Hüfte den Namen geschrieben: «König der Könige und Herr der Herren.»“
Natürlich ist es auch möglich, dass der Name wirklich geschrieben war, aber zu der Zeit war es üblich, Statuen auf der Hüfte ihren Namen einzugravieren, nicht aber aufzuschreiben. (4)
Zusammenfassung
Ob Paulus buchstäblich ein Malzeichen Christi, sei es ein Tattoo oder ein Brandzeichen, gehabt hat oder nicht, lässt sich nicht sagen. Am wahrscheinlichsten ist es wohl, dass er seine Wunden und Narben gemeint hat. Auf jeden Fall aber scheint es gute und biblische Motive für Tätowierungen zu geben (gerade für welche mit frommer Symbolik!). Ob man es mag oder nicht, ist sicherlich eine Sache, aber die Bibel spricht zumindest nicht dagegen.
Die eine Stelle im Alten Testament, die gerne als ein Tätowierverbot ausgelegt wird, steht ganz eindeutig im Zusammenhang heidnischer Praktiken und ist eher ein Verbot des Totenkultes als des Tätowierens:
Ihr sollt keine Einschnitte an eurem Leibe machen für eine [abgeschiedene] Seele und sollt euch nicht tätowieren! (5) Ich bin der HERR. 3. Mose 19,28
In jedem Fall gibt es ebenso gute Gründe gegen einen Besuch im Tätowierstudio wie dafür.
Die Dauerhaftigkeit ist zwar schön, wenn man seinen Glauben bekennen will, aber auch wenn man sein Leben lang bei Jesus bleibt, ist es immer noch möglich, dass man ein Motiv eine Weile mag und dann irgendwann nicht mehr gut findet. Der hohe Preis guter Tätowierungen spricht auch dagegen, sich tätowieren zu lassen, es gibt sicherlich meistens bessere Verwendungszwecke für das Geld.
So ist es auch nicht das Ziel dieses Handouts, Christen vom Sinn des Tätowierens zu überzeugen, es geht nur darum darzulegen, dass es von der Bibel her in Ordnung ist, sich als Christ stechen zu lassen. Leider ist das vielen noch nicht klar.
Gott ist kein Gott der Äußerlichkeiten sondern, des Herzens (1. Samuel 16,7) und er traut uns im Umgang mit uns selber offenbar mehr zu, als uns selber lieb ist. Jedenfalls regeln seine Gesetze keine Fragen des Äußeren, sondern des Inneren.
In diesem Sinne,
Gottes Segen!
Credits etc.
Dieses Handout wurde inspiriert von einem Predigtentwurf von James Braga aus seinem Buch „Effektive Predigtvorbereitung“
Das Jesus-Tattoo ist von Ändy Riechert aufgenommen und dieser website entnommen:
www.jesusfreaks.com/Duisburg
Die Tätowiermaschine ist von http://www.med-tattooshop.de/
Weitere Informationen über Stigmata bietet die catholic encyclopedia (www.newadvent.org/cathen)
Dank an Jojo, der die beiden Stellen gefunden hat.
_______ Anmerkungen_________
(1) Die catholic encyclopedia (www.newadvent.org/cathen) enthält interessante Artikel über Stigmatisierungen. Insgesamt gehe ich davon aus, dass es sich um okkulte Phänomene handelt. Stigmatisierte Menschen erleben auch oft dämonische Manifestationen, schwere Glaubensangriffe usw. Insgesamt ist das Thema sehr unerfreulich, und wir können wohl mit Sicherheit davon ausgehen, dass Paulus nichts von übernatürlichen Verstümmelungen gehalten hat, eine solche Sichtweise ist dem Evangelium und den Paulusbriefen entgegengesetzt.
(2) „Stich, Punkt, Merkmal, Tätowierung, Brandmal, Schandfleck“ aus: Langenscheidts Taschenwörterbuch Altgriechisch
(3) Tattoo Revue 2/99 Seite 48ff
(4) William Barclay
(5) Ob es hier wirklich um Tätowierungen geht, sei ohnehin dahingestellt, da sind sich die Übersetzer nicht ganz einig, aber es könnte immerhin sein.
[hier noch eine Predigt dazu]
[Bericht des Tätowiermagazins über uns]
22 Kommentare
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[...] und nicht mehr. Wenn jemand das Thema noch etwas vertiefen möchte, empfehle ich diesen Eintrag zu Tätowierungen (es ist schlicht falsch zu behaupten, dass die Bibel sich gegen Tattoos ausspricht) und diesen zu [...]
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[...] seiner radikalen Christusnachfolge angesehen hat, Zeichen, die ebenso endgültig waren wie Tätowierungen. In 2. Korinther 11,16-33 berichtet Paulus einige von seinen Leidenserfahrungen. Dieser Brief wurde [...]
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[...] und nicht mehr. Wenn jemand das Thema noch etwas vertiefen möchte, empfehle ich diesen Eintrag zu Tätowierungen (es ist schlicht falsch zu behaupten, dass die Bibel sich gegen Tattoos ausspricht) und diesen zu [...]

Günter J. Matthia schrieb am
25. Februar 2008 um 16:51Christen dürfen selbstverständlich nicht tätowiert sein. Christliche Mädchen und Frauen tragen ja auch keine Hosen, nicht wahr? Und christliche Jungs und Männer haben doch sicher einen burschikosen Kurzhaarschnitt. Wo kämen wir denn sonst hin? Sodom und Gomorrah!
Martin Dreyer schrieb am
25. Februar 2008 um 22:49und Gomera
bender schrieb am
26. Februar 2008 um 02:27hehe…. ja, schönes thema.. wobei ich selten christen getroffen habe die über die bibelschiene kamen….. wenn dann halt eher wofür tattoos stehen und so und ein bisschen kann ichs auch verstehen, denn vor ein paar jahrzehnten waren es halt in deutschland wirklich fast nur die derben leute die welche hatten … und ein bisschen will man sich damit ja auch irgendwie doch abgrenzen oder was ausdrücken, ist also ja auch ok wenn sie bei leuten mal was aufrütteln oder so…
... schrieb am
30. April 2008 um 21:25Hallo,
Du schreibst:
“Interessanterweise war es bei den ersten Christen üblich, sich am Kopf mit Kreuzen und ähnlichen christlichen Symbolen zu tätowieren. 400 wurden diese Tätowierungen von Kaiser Konstantin verboten, ein Verbot, an das sich die christlichen Westkirchen fast ausschließlich hielten.”
… und gibst als Quelle an:
Tattoo Revue 2/99 Seite 48ff
Gibt dieses Magazin selbst wiederum irgendwelche Quellen an oder sind eventuell “seriösere” Quellen, vielleicht sogar wissenschaftliche Texte zum Thema bekannt? Würde mich sehr interessieren!
Gruß
storch schrieb am
1. Mai 2008 um 11:54hi …., erst mal herzlich willkommen hier. leider bietet das magazin keine quelle, ich hatte aber seinerzeit über google was gefunden. wenn es dich sehr interessiert, kannst du ja auch mal bei den orthodoxen verbänden nachsehen. es gibt immer noch welche mit den traditionellen tattoos.
Micha/JF Chemnitz schrieb am
10. Juli 2008 um 15:16zu “2 Tattoos in der Bibel”:
vielleicht keine Tätowierung, vielleicht aber doch – jedenfalls eine geile Tattoovorlage aus der Bibel: Jesaja 44,5
Philip schrieb am
15. Juli 2008 um 23:55Hier noch ein Argument, dass man sich lieber nicht tätowieren lässt:
Das Zeichen könnte natürlich auch was anderes sein, zum Beispiel ein unter die Haut implantierter Microchip oder sowas.
Rolf schrieb am
3. September 2008 um 14:20aus theologischer Sicht dürfen Christen selbstverständlich tätowiert sein im Gegensatz etwa zu Juden, denen es gem Lev.19,28 verboten ist. Leider gibt es immer wieder Sektierer, die ihre eigene Fantasie zur Richtschnur für andere machen. Aus Jesu Lehre lässt sich dergleichen nicht ableiten.
storch schrieb am
3. September 2008 um 14:31herzlich willkommen auf meinem blog, rolf!
Stef schrieb am
3. September 2008 um 15:35@Rolf:
Ähem, was heißt den in diesem Zusammenhang eigentlich aus “theologischer” Sicht? Die Bibel ist ja kein reines Regel- oder Gesetzbuch, in dem jedes Detail der Lebensführung behandelt wird.
Es geht doch in erster Linie darum Gott zu gefallen, oder?
In der Ehe schaue ich auch nicht bei jeder Frage im Eheratgeber nach (und wenn darüber nichts drin steht ist es ok), sondern überlege mir, was meiner Frau gefallen könnte.
In diesem Sinne, denke ich nicht, dass man da so eine einfache “theologische” Aussage machen kann (weder dafür, noch dagegen).
Ähnliche problematisch ist es übrigens bei der (wichtigeren) Frage (vor allem für Männer): Ist Selbstbefriedigung aus Gottes Sicht “erlaubt”?
Da findet man genauso wenig spezifische Aussagen in der Bibel. Dennoch gibt es geistliche Prinzipien und die Praxis der (frühen) Kirche.
storch schrieb am
3. September 2008 um 16:07och, da steht schon einiges zu drin und das ist alles nicht positiv…
was sagt denn die frühe kirche dazu?
Stef schrieb am
3. September 2008 um 17:48Für Johannes Chrysostomus (ca. 400 n.Chr.) z.B. ist Selbstbefriedigung Unzucht und damit Sünde.
dieter brunzel schrieb am
9. Dezember 2009 um 17:26Nimand wiel einen vorschriften machen, deswegen heist es auch du sollzt dier keine einschnitte machen und keine tatos, sihe 3 Mosses 19-28 Es geht darrum das gottesglaubige sich damit kenzeichnen, mit ihrem handeln und wandeln, was nütst einem ein tätowirtes kreutz ein Engel der gegen ein Drachen kämfpt, das augenmerk wierd auf diesen Menschen gelenkt deswegen brauchen sie sich nicht kenzeichnen so das sie nicht von anderen bevorzugt werden nur weil dar jemand spricht dar hat jemand n tatto das ist aber ein guter mann oder christ. Der beste beweis ist das man den glauben lebt nicht durch lipenbekäntnisse oder durch das zeigen eines tatos
storch schrieb am
11. Dezember 2009 um 09:51herzlich willkommen, dieter.
allerdings habe ich nicht verstanden, worum es dir geht. dass das leben lauter spricht als eine tätowierung ist ja wohl absolut konsensfähig. aber wieso sollte man das eine gegen das andere ausspielen? kann man nur entweder tätowiert sein oder für jesus brennen? das würde doch wohl hoffentlich niemand behaupten.
Fraunoomi schrieb am
17. Januar 2010 um 19:54Lieber Günther J. Matthia,
wo der Geist des Herrn ist, ist Freiheit!
Gruß und mögest du das erfahren.
Fraunoomi
storch schrieb am
19. Januar 2010 um 09:19keine Sorge, Fraunoomi, das weiß Herr Matthia. Der Kommentar war ironisch.
Luana schrieb am
2. März 2010 um 22:30Lest 3.MOSE 19:28,da steht klar und deutlich das man sich nicht’s in seine Haut schneiden darf!
storch schrieb am
3. März 2010 um 12:46ich habe schon ein bisschen überlegt, ob ich den kommentar von luana freischalten soll oder nicht. ich weiß auch nicht, wieso ich kommentare von leuten freischalte, die nicht mal den artikel gelesen haben, auf den sich ihr kommentar bezieht…
aber nun ist er drin, der kommentar, und mir bleibt nur eins zu wiederholen: “Nein, das sagt diese Stelle nicht aus.” Falls du noch fragen dazu hast, dürften dir die meisten bibelkommentare weiter helfen. oder die lektüre der verse davor, aus denen geht auch noch mal klar hervor, dass es sich um heidnische trauerriten handelt und nicht um nodernen körperschmuck.
Kaya schrieb am
8. September 2010 um 14:14Hi, also ich bin schon lange Christ und habe mich vor ein paar Monaten tätovieren lassen. Ich bin garnicht auf die Idee gekommen, zu fragen ob man das darf oder nicht, da ich grundsätzlich der Meinung bin das es auf das Innere ankommt und nicht wie man aussieht!!! Naja mir wurde dannach aber doch gesagt, von Leuten aus unserer Gemeinde, das ganz klar in der Bibel steht, das man es nicht darf… daraufhin habe ich mir diese “eindeutige Bibelstelle” mal gründlich durchgelesen und fand das überhaupt nicht eindeutig und habe mich im Internet informiert (bin so auf dieser Seite gelandet). Das was hier steht finde ich nicht nur gut weil hier kein generelles Verbot ausgesprochen wird ;0) sondern finde die Begründungen und Argumente total einleuchtent und schlüssig!!! Also Danke an den verfasser! Wenigstens in der Hinsicht bin ich schon mal beruhigt und bin wieder der Meinung das Tätovierungen und Piercings ok sind – diejenigen die gegen solche Arten von Körperschmuck sind, weil unser Körper ja Tempel Gottes ist, frage ich was ist mit den Leuten die Ohrringe tragen? Oder sich total gehen lassen, immer dicker werden, ungepflegt sind…. zur Ehre Gottes????? Dazu sagt niemand was, aber ich meine dann lieber auf sich/seinen Körper achten und ihn pflegen und zur Ehre Gottes “schmücken”! Sooo, jetzt ein anderes Problem, mein Tattoo hat ein Freund von mir gestochen (daher habe ich auch fast nichts dafür bezahlt) und der braucht einen mitarbeiter in seinem Studio und hat mich gefragt, ob ich bei ihm lernen und arbeiten will. Sich als Christ Tätovieren zulassen ist das eine aber selber als Tätoviererin zu arbeiten vielleicht noch etwas anders!? Wer hat denn dazu eine Meinung???
Vielen Dank und lieben Gruß
storch schrieb am
9. September 2010 um 10:02Hallo Kaya,
freut mich, dass Dir der Artikel weiter geholfen hat. Ich bin echt immer wieder überrascht, dass es noch Leute gibt, die versuchen biblisch gegen Tattoos zu argumentieren.
Wegen der anderen Frage: Hier ist ein Link zu einem Tattoostudio in Essen. Der Typ ist auch Christ, vielleicht könnt Ihr ja mal Erfahrungen austauschen: http://www.spaced-out-productions.com
dave schrieb am
24. April 2011 um 20:57Ich bin selbst tätowiert- aus einer Zeit in der Jesus mir egal war und ich noch nicht gläubig war.
Man kann viel diskutieren ob es von der Bibel her erlaubt ist oder nicht.
Ich persönlich kann keine stichhaltigen Hinweise in der Bibel finden die es verbieten sich tätowieren zu lassen.
Ich persönlich kann es keinem Nachfolger Jesu empfehlen.
Ich würde mir bei solch einem Vorhaben z.B. folgende Fragen stellen:
1.Was ist meine Motivation dies zu tun? Warum oder zu welchem Zweck möchte ich mich tätowieren lassen? Dient es wirklich zur Verherrlichung Gottes oder ist es doch eine Art mich selbst darzustellen?- wenn auch mit christlichen Symbolen.
2.Könnte man das Geld nicht auch für nützlichere Dinge ausgeben? Als Christen stehen wir schließlich in der Verantwortung unsere Ressourcen für Gott einzusetzen.
3.Bin ich bereit den Rat von erfahrenen Geschwistern oder den Ältesten meiner Gemeinde bezüglich dieser Frage zu suchen?
Ich würde jedem raten der darüber nachdenkt sich stechen zu lassen darüber ins Gespräch mit Gott zu kommen- wie er das sieht. der
Heilige Geist ist durchaus in der Lage uns zu zeigen was richtig oder falsch ist- wie wir dann entscheiden und handeln liegt dann in unserer Verantwortung.
storch schrieb am
25. April 2011 um 09:10herzlich willkommen, dave.