Heute gibt es mal wieder ein altes Handout. Es macht echt Spaß, zwischendurch die alten Sachen zu sichten und nach brauchbarem zu durchforsten. Ich habe schon mehrere Bücher gefunden, die fast fertig auf meiner Festplatte modern und den letzten Schliff erwarten. Der Wechsel des Betriebssystems hat also was für sich. Ich weiß nicht, ob das Thema „Tätowierungen bei Christen“ heute noch jemanden interessiert. Im August 2002, als ich das Handout geschrieben habe, war es durchaus für manchen ein Thema. Naja, mittlerweile hat selbst in unserer Kleinstadt ein Tätowierer aufgemacht. Ich wünsche ihm, dass er mehr Glück hat als den ganzen anderen Läden, die vor ihm in dem Lokal waren beschieden war… Beachtet übrigens bitte auch die Links ganz unten, da ist noch was lustiges bei.

Im übrigen mache mir niemand weitere Mühe; denn ich trage die Malzeichen Jesu an meinem Leibe.
– Paulus im Galater 6,17

Stigmata
„Die Malzeichen Jesu“ klingt so, als wenn Paulus tatsächlich Wunden gehabt hätte, die denen Jesu geglichen hätten. Tatsächlich gebraucht er im Griechischen sogar das Wort „Stigmata“. Im modernen Sprachgebrauch heißt jemand stigmatisiert, an dem sich auf irgendeine seltsame Weise auf einmal die Wundmale Jesu zeigen.
Laut Brockhaus passiert das gelegentlich bei besonders mystisch veranlagten Personen; als erstem bei Franz von Assisi und seitdem bei wenigen hundert Menschen überhaupt.
Mit ziemlicher Sicherheit können wir jedoch davon ausgehen, dass Paulus nicht in dieser Weise „stigmatisiert“ war. (1)

Stigma bedeutet übersetzt „Mal“, und zwar besonders ein Brandmal, eine Narbe oder auch eine Tätowierung. (2)
Interessanterweise war es bei den ersten Christen üblich, sich am Kopf mit Kreuzen und ähnlichen christlichen Symbolen zu tätowieren. 400 wurden diese Tätowierungen von Kaiser Konstantin verboten, ein Verbot, an das sich die christlichen Westkirchen fast ausschließlich hielten. (3)
Mag also sein, dass Paulus hier im wahrsten Sinne des Wortes eine Markierung in Form einer Tätowierung oder eines Brandings meinte.
Eine andere gute Auslegung wäre es, dass Paulus die Narben, die er im Dienst an Christus bekommen hat, als bleibendes Kennzeichen seiner radikalen Christusnachfolge angesehen hat, Zeichen, die ebenso endgültig waren wie Tätowierungen.
In 2. Korinther 11,16-33 berichtet Paulus einige von seinen Leidenserfahrungen. Obwohl dieser Brief (wahrscheinlich) später geschrieben wurde als der Galaterbrief, können wir wohl davon ausgehen, dass der Apostel auch schon, als er den Galaterbrief schrieb, eine Menge Narben hatte.

Die Menschen, die zu Paulus‘ Zeit tätowiert waren oder ein Brandzeichen trugen, hatten das eher nicht aus optischen Gründen. Die Technik war natürlich bei weitem nicht so ausgereift wie heute, und das Resultat wird vermutlich nicht besonders schön ausgesehen haben.
Dennoch war ein nicht geringer Teil der römischen Bevölkerung mit Malen versehen, im wesentlichen drei Gruppen, die sinnbildlich auch für drei sehr wichtige Aspekte des christlichen Glaubens stehen.
Um zu verstehen, warum Paulus seine Narben mit Tätowierungen vergleicht, ist es wichtig, diese drei Gruppen zu kennen.

3 tätowierte Gruppen
1. Sklaven
Sklaven wurden mit Brandzeichen oder Tätowierungen markiert, oft trugen sie den Namen ihres Besitzers. In der Theologie des Paulus spielt das „Sklave Christi sein“ eine große Rolle.
Als Knechte Christi gehören wir nicht mehr uns selber, wir haben Jesus unser Leben gegeben, und nun leben wir nicht mehr unser Leben, sondern Christus lebt in uns (Galater 2,20). Das Brandzeichen Christi zu tragen heisst, sich ihm ausgeliefert zu haben, erkauft zu sein mit seinem Blute und nicht mehr sich selber zu gehören, sondern für Gott zu leben.

2. Geweihte
Menschen, die sich ganz dem Dienst eines Gottes geweiht hatten und ihr Leben in seinem Tempel zubrachten, trugen auch Malzeichen.
Das Malzeichen Christi zu tragen heißt also auch, sich ihm ganz hingegeben zu haben, mit Leib und Leben für immer in seinem Dienst zu stehen und dem lebendigen Gott geweiht zu sein.

3. Soldaten
Als Zeichen ihrer besonderen Treue ließen sich Soldaten oft den Namen des Heerführers oder Kaisers, unter dem sie dienten, tätowieren. Wer mal den „Gladiator“ gesehen hat, kann sich vielleicht an die Szene erinnern, in der Russell Crowe sich das SPQR wieder entfernen wollte…
Paulus nennt das Leben des Christen einen Kampf (1.Timotheus 6,12), und wir alle dienen als Soldaten in Gottes Armee und kämpfen gegen den Teufel. Die Tätowierung Christi ist hier Symbol für die Treue des Soldaten zu seinem Heerführer.

Christen fallen unter alle diese Gruppen; den Namen Jesu irgendwo tätowiert zu haben, kann also schon eine ganze Fülle an Bedeutungen haben.

Der Tempel
Ebenso wie die Gemeinde ist auch der Leib eines jeden einzelnen Christen ein Tempel des Heiligen Geistes (1.Korinther 6,19). Das bedeutet für uns Christen, dass wir eine Verantwortung nicht nur für unser seelisches und geistliches Leben, sondern auch für unseren Körper haben. Der ganze Mensch, Leibe, Seele und Geist soll zur Verherrlichung Gottes da sein.
Das ist weder ein Rat für noch gegen Tattoos, Tätowierungen können definitiv auch zur Ehre Gottes und zu seiner Verherrlichung getragen werden. Ebenso wie dämonische Tattoos darauf hinweisen, wes Geistes Kind der Träger ist, können das auch christliche Tätowierungen. Mittlerweile gibt es eine grosse Menge frommer Motive, die dazu beitragen können, “Gott mit eurem Leibe zu verherrlichen!“ (1.Korinther 6,20). Seltsam ist es dann höchstens, wenn Christen sich irgendwelches dämonisches Zeug stechen lassen…

2 Tattoos in der Bibel
Nachdem ich einmal über Tätowierungen gepredigt habe, bin ich nachher auf zwei Bibelstellen aufmerksam gemacht worden, in denen die Bibel wahrscheinlich direkt (und zwar positiv!) über Tätowierungen spricht.

In Jesaja 49,16 sagt Gott von sich selbst: „Siehe, in meine beiden Hände habe ich dich eingezeichnet; deine Mauern sind immerdar vor mir!“ Das hebräische Wort an dieser Stelle bedeutet gravieren oder einschneiden.

In Offenbarung 19,16 heisst es über Jesus: „Und er trägt an seinem Kleide und an seiner (blossen) Hüfte den Namen geschrieben: «König der Könige und Herr der Herren.»“
Natürlich ist es auch möglich, dass der Name wirklich geschrieben war, aber zu der Zeit war es üblich, Statuen auf der Hüfte ihren Namen einzugravieren, nicht aber aufzuschreiben. (4)

Zusammenfassung
Ob Paulus buchstäblich ein Malzeichen Christi, sei es ein Tattoo oder ein Brandzeichen, gehabt hat oder nicht, lässt sich nicht sagen. Am wahrscheinlichsten ist es wohl, dass er seine Wunden und Narben gemeint hat. Auf jeden Fall aber scheint es gute und biblische Motive für Tätowierungen zu geben (gerade für welche mit frommer Symbolik!). Ob man es mag oder nicht, ist sicherlich eine Sache, aber die Bibel spricht zumindest nicht dagegen.
Die eine Stelle im Alten Testament, die gerne als ein Tätowierverbot ausgelegt wird, steht ganz eindeutig im Zusammenhang heidnischer Praktiken und ist eher ein Verbot des Totenkultes als des Tätowierens:

Ihr sollt keine Einschnitte an eurem Leibe machen für eine [abgeschiedene] Seele und sollt euch nicht tätowieren! (5) Ich bin der HERR. 3. Mose 19,28

In jedem Fall gibt es ebenso gute Gründe gegen einen Besuch im Tätowierstudio wie dafür.
Die Dauerhaftigkeit ist zwar schön, wenn man seinen Glauben bekennen will, aber auch wenn man sein Leben lang bei Jesus bleibt, ist es immer noch möglich, dass man ein Motiv eine Weile mag und dann irgendwann nicht mehr gut findet. Der hohe Preis guter Tätowierungen spricht auch dagegen, sich tätowieren zu lassen, es gibt sicherlich meistens bessere Verwendungszwecke für das Geld.
So ist es auch nicht das Ziel dieses Handouts, Christen vom Sinn des Tätowierens zu überzeugen, es geht nur darum darzulegen, dass es von der Bibel her in Ordnung ist, sich als Christ stechen zu lassen. Leider ist das vielen noch nicht klar.
Gott ist kein Gott der Äußerlichkeiten sondern, des Herzens (1. Samuel 16,7) und er traut uns im Umgang mit uns selber offenbar mehr zu, als uns selber lieb ist. Jedenfalls regeln seine Gesetze keine Fragen des Äußeren, sondern des Inneren.

In diesem Sinne,
Gottes Segen!

Credits etc.

Dieses Handout wurde inspiriert von einem Predigtentwurf von James Braga aus seinem Buch „Effektive Predigtvorbereitung“
Das Jesus-Tattoo ist von Ändy Riechert aufgenommen und dieser website entnommen:
www.jesusfreaks.com/Duisburg
Die Tätowiermaschine ist von http://www.med-tattooshop.de/
Weitere Informationen über Stigmata bietet die catholic encyclopedia (www.newadvent.org/cathen)
Dank an Jojo, der die beiden Stellen gefunden hat.

_______ Anmerkungen_________
(1) Die catholic encyclopedia (www.newadvent.org/cathen) enthält interessante Artikel über Stigmatisierungen. Insgesamt gehe ich davon aus, dass es sich um okkulte Phänomene handelt. Stigmatisierte Menschen erleben auch oft dämonische Manifestationen, schwere Glaubensangriffe usw. Insgesamt ist das Thema sehr unerfreulich, und wir können wohl mit Sicherheit davon ausgehen, dass Paulus nichts von übernatürlichen Verstümmelungen gehalten hat, eine solche Sichtweise ist dem Evangelium und den Paulusbriefen entgegengesetzt.

(2) „Stich, Punkt, Merkmal, Tätowierung, Brandmal, Schandfleck“ aus: Langenscheidts Taschenwörterbuch Altgriechisch

(3) Tattoo Revue 2/99 Seite 48ff

(4) William Barclay

(5) Ob es hier wirklich um Tätowierungen geht, sei ohnehin dahingestellt, da sind sich die Übersetzer nicht ganz einig, aber es könnte immerhin sein.

[hier noch eine Predigt dazu]
[Bericht des Tätowiermagazins über uns]

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44 Kommentare

  1. Christen dürfen selbstverständlich nicht tätowiert sein. Christliche Mädchen und Frauen tragen ja auch keine Hosen, nicht wahr? Und christliche Jungs und Männer haben doch sicher einen burschikosen Kurzhaarschnitt. Wo kämen wir denn sonst hin? Sodom und Gomorrah!

  2. hehe…. ja, schönes thema.. wobei ich selten christen getroffen habe die über die bibelschiene kamen….. wenn dann halt eher wofür tattoos stehen und so und ein bisschen kann ichs auch verstehen, denn vor ein paar jahrzehnten waren es halt in deutschland wirklich fast nur die derben leute die welche hatten … und ein bisschen will man sich damit ja auch irgendwie doch abgrenzen oder was ausdrücken, ist also ja auch ok wenn sie bei leuten mal was aufrütteln oder so…

  3. Hallo,

    Du schreibst:

    „Interessanterweise war es bei den ersten Christen üblich, sich am Kopf mit Kreuzen und ähnlichen christlichen Symbolen zu tätowieren. 400 wurden diese Tätowierungen von Kaiser Konstantin verboten, ein Verbot, an das sich die christlichen Westkirchen fast ausschließlich hielten.“

    … und gibst als Quelle an:

    Tattoo Revue 2/99 Seite 48ff

    Gibt dieses Magazin selbst wiederum irgendwelche Quellen an oder sind eventuell „seriösere“ Quellen, vielleicht sogar wissenschaftliche Texte zum Thema bekannt? Würde mich sehr interessieren!

    Gruß

  4. hi …., erst mal herzlich willkommen hier. leider bietet das magazin keine quelle, ich hatte aber seinerzeit über google was gefunden. wenn es dich sehr interessiert, kannst du ja auch mal bei den orthodoxen verbänden nachsehen. es gibt immer noch welche mit den traditionellen tattoos.

  5. zu „2 Tattoos in der Bibel“:

    vielleicht keine Tätowierung, vielleicht aber doch – jedenfalls eine geile Tattoovorlage aus der Bibel: Jesaja 44,5

  6. Hier noch ein Argument, dass man sich lieber nicht tätowieren lässt:

    Und es macht, dass sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn
    (Offenbarung 13,16)

    Das Zeichen könnte natürlich auch was anderes sein, zum Beispiel ein unter die Haut implantierter Microchip oder sowas. :mrgreen:

  7. aus theologischer Sicht dürfen Christen selbstverständlich tätowiert sein im Gegensatz etwa zu Juden, denen es gem Lev.19,28 verboten ist. Leider gibt es immer wieder Sektierer, die ihre eigene Fantasie zur Richtschnur für andere machen. Aus Jesu Lehre lässt sich dergleichen nicht ableiten.

  8. herzlich willkommen auf meinem blog, rolf!

  9. @Rolf:
    Ähem, was heißt den in diesem Zusammenhang eigentlich aus „theologischer“ Sicht? Die Bibel ist ja kein reines Regel- oder Gesetzbuch, in dem jedes Detail der Lebensführung behandelt wird.

    Es geht doch in erster Linie darum Gott zu gefallen, oder?

    In der Ehe schaue ich auch nicht bei jeder Frage im Eheratgeber nach (und wenn darüber nichts drin steht ist es ok), sondern überlege mir, was meiner Frau gefallen könnte.
    In diesem Sinne, denke ich nicht, dass man da so eine einfache „theologische“ Aussage machen kann (weder dafür, noch dagegen).

    Ähnliche problematisch ist es übrigens bei der (wichtigeren) Frage (vor allem für Männer): Ist Selbstbefriedigung aus Gottes Sicht „erlaubt“?
    Da findet man genauso wenig spezifische Aussagen in der Bibel. Dennoch gibt es geistliche Prinzipien und die Praxis der (frühen) Kirche.

  10. och, da steht schon einiges zu drin und das ist alles nicht positiv…
    was sagt denn die frühe kirche dazu?

  11. Für Johannes Chrysostomus (ca. 400 n.Chr.) z.B. ist Selbstbefriedigung Unzucht und damit Sünde.

  12. Nimand wiel einen vorschriften machen, deswegen heist es auch du sollzt dier keine einschnitte machen und keine tatos, sihe 3 Mosses 19-28 Es geht darrum das gottesglaubige sich damit kenzeichnen, mit ihrem handeln und wandeln, was nütst einem ein tätowirtes kreutz ein Engel der gegen ein Drachen kämfpt, das augenmerk wierd auf diesen Menschen gelenkt deswegen brauchen sie sich nicht kenzeichnen so das sie nicht von anderen bevorzugt werden nur weil dar jemand spricht dar hat jemand n tatto das ist aber ein guter mann oder christ. Der beste beweis ist das man den glauben lebt nicht durch lipenbekäntnisse oder durch das zeigen eines tatos

  13. herzlich willkommen, dieter.
    allerdings habe ich nicht verstanden, worum es dir geht. dass das leben lauter spricht als eine tätowierung ist ja wohl absolut konsensfähig. aber wieso sollte man das eine gegen das andere ausspielen? kann man nur entweder tätowiert sein oder für jesus brennen? das würde doch wohl hoffentlich niemand behaupten.

  14. Lieber Günther J. Matthia,

    wo der Geist des Herrn ist, ist Freiheit!

    Gruß und mögest du das erfahren.

    Fraunoomi

  15. keine Sorge, Fraunoomi, das weiß Herr Matthia. Der Kommentar war ironisch.

  16. Lest 3.MOSE 19:28,da steht klar und deutlich das man sich nicht’s in seine Haut schneiden darf!

    • Ihr sollt um eines Toten willen an eurem Leibe keine Einschnitte machen noch euch Zeichen einätzen; ich bin der HERR. (LU;3Mo19,28)

      es geht hir um die verstorbenen….von denen sollen wir keine daten tragen

  17. ich habe schon ein bisschen überlegt, ob ich den kommentar von luana freischalten soll oder nicht. ich weiß auch nicht, wieso ich kommentare von leuten freischalte, die nicht mal den artikel gelesen haben, auf den sich ihr kommentar bezieht…
    aber nun ist er drin, der kommentar, und mir bleibt nur eins zu wiederholen: „Nein, das sagt diese Stelle nicht aus.“ Falls du noch fragen dazu hast, dürften dir die meisten bibelkommentare weiter helfen. oder die lektüre der verse davor, aus denen geht auch noch mal klar hervor, dass es sich um heidnische trauerriten handelt und nicht um nodernen körperschmuck.

  18. Hi, also ich bin schon lange Christ und habe mich vor ein paar Monaten tätovieren lassen. Ich bin garnicht auf die Idee gekommen, zu fragen ob man das darf oder nicht, da ich grundsätzlich der Meinung bin das es auf das Innere ankommt und nicht wie man aussieht!!! Naja mir wurde dannach aber doch gesagt, von Leuten aus unserer Gemeinde, das ganz klar in der Bibel steht, das man es nicht darf… daraufhin habe ich mir diese „eindeutige Bibelstelle“ mal gründlich durchgelesen und fand das überhaupt nicht eindeutig und habe mich im Internet informiert (bin so auf dieser Seite gelandet). Das was hier steht finde ich nicht nur gut weil hier kein generelles Verbot ausgesprochen wird ;0) sondern finde die Begründungen und Argumente total einleuchtent und schlüssig!!! Also Danke an den verfasser! Wenigstens in der Hinsicht bin ich schon mal beruhigt und bin wieder der Meinung das Tätovierungen und Piercings ok sind – diejenigen die gegen solche Arten von Körperschmuck sind, weil unser Körper ja Tempel Gottes ist, frage ich was ist mit den Leuten die Ohrringe tragen? Oder sich total gehen lassen, immer dicker werden, ungepflegt sind…. zur Ehre Gottes????? Dazu sagt niemand was, aber ich meine dann lieber auf sich/seinen Körper achten und ihn pflegen und zur Ehre Gottes „schmücken“! Sooo, jetzt ein anderes Problem, mein Tattoo hat ein Freund von mir gestochen (daher habe ich auch fast nichts dafür bezahlt) und der braucht einen mitarbeiter in seinem Studio und hat mich gefragt, ob ich bei ihm lernen und arbeiten will. Sich als Christ Tätovieren zulassen ist das eine aber selber als Tätoviererin zu arbeiten vielleicht noch etwas anders!? Wer hat denn dazu eine Meinung???
    Vielen Dank und lieben Gruß

  19. Hallo Kaya,

    freut mich, dass Dir der Artikel weiter geholfen hat. Ich bin echt immer wieder überrascht, dass es noch Leute gibt, die versuchen biblisch gegen Tattoos zu argumentieren.

    Wegen der anderen Frage: Hier ist ein Link zu einem Tattoostudio in Essen. Der Typ ist auch Christ, vielleicht könnt Ihr ja mal Erfahrungen austauschen: http://www.spaced-out-productions.com

  20. Ich bin selbst tätowiert- aus einer Zeit in der Jesus mir egal war und ich noch nicht gläubig war.

    Man kann viel diskutieren ob es von der Bibel her erlaubt ist oder nicht.
    Ich persönlich kann keine stichhaltigen Hinweise in der Bibel finden die es verbieten sich tätowieren zu lassen.
    Ich persönlich kann es keinem Nachfolger Jesu empfehlen.
    Ich würde mir bei solch einem Vorhaben z.B. folgende Fragen stellen:

    1.Was ist meine Motivation dies zu tun? Warum oder zu welchem Zweck möchte ich mich tätowieren lassen? Dient es wirklich zur Verherrlichung Gottes oder ist es doch eine Art mich selbst darzustellen?- wenn auch mit christlichen Symbolen.
    2.Könnte man das Geld nicht auch für nützlichere Dinge ausgeben? Als Christen stehen wir schließlich in der Verantwortung unsere Ressourcen für Gott einzusetzen.
    3.Bin ich bereit den Rat von erfahrenen Geschwistern oder den Ältesten meiner Gemeinde bezüglich dieser Frage zu suchen?

    Ich würde jedem raten der darüber nachdenkt sich stechen zu lassen darüber ins Gespräch mit Gott zu kommen- wie er das sieht. der
    Heilige Geist ist durchaus in der Lage uns zu zeigen was richtig oder falsch ist- wie wir dann entscheiden und handeln liegt dann in unserer Verantwortung.

    • „Man kann viel diskutieren ob es von der Bibel her erlaubt ist oder nicht.“

      Ein bemerkenswerter Satz. Das Buch der Bücher als Verbots-oder/und Erlaubnisbuch.

      In meiner Bibel steht nichts, was ich darf oder nicht darf. A.P

  21. herzlich willkommen, dave.

  22. Der Mikrochip wird in arm und reich eingesetzt werden. Es ist Dekret US-Recht. Glauben Sie nicht, dass dies durch Johannes in der Apokalypse angekündigt? Sorry für mein schlechtes Englisch geschriebene Sprache, spreche ich.

  23. Hallo Pablo,

    danke für Deinen Kommentar. Im Post geht es allerdings um etwas ganz anderes. Es geht um Tätowierungen als reinen Körperschmuck.

  24. Danke für diese website!
    Sie hat mir sehr weitergeholfen in einer gewissen glaubesfrage entsprechend tatoo.
    Was ich nur schlimm finde ist dass sich so viele meinungen trennen, obwohl es doch nur einen „gesetzesgenber“ (die bibel) gibt. Warum schneiden sich die Geister an einer Frage die aus der Bibel beantwortet werden kann? Wahrscheinlich desswegen weil jeder Mensch die Bibel anders interpretiert.

  25. Willkommen Samy,

    da hast Du wohl Recht. Jede(r) liest die Bibel irgendwie anders. Die Herausforderung ist, sich ihr ehrlich zu nähern und nach bestem Wissen und Gewissen Entscheidungen zu treffen.

  26. Freunde! Wie eindeutig braucht man’s:
    LEV8,28:Ye shall not make any cuttings in your flesh for the dead, nor print ANY MARKS upon you: I am the LORD.

    Nur für Juden?! In meiner Bibel steht davon nix, in vielen Menschenköpfen vielleicht. Wer nicht glaubt/glauben will, was in der Bibel steht, sollte sich nicht Christ nennen.

    Tätowiert?! Sagste: Sorry Jesus, checkte es nicht, vergib, ich mach’s nicht wieder. Fertig.

    Why?! Der Herr schuf gut, sehr gut. Nicht relativ gut, was man dann noch mit Farbe aufhübschen müsste.

    Hört weniger auf andere Leute, lest was geschrieben steht; es ist Gottes Wort und vorallem unser GlaubensGUNDSATZ!

    Gruss!

  27. Hei,
    Ich weiß der Beitrag ist schon etwas her, aber bin gerade darauf gestoßen, weil ich mich mit meiner Arbeitskollegin über dieses Thema unterhalten habe.
    Ich finde es sehr interessant wie die Meinungen jeden einzelnen sind, Denn ich bin schon länger am überlegen mir ein Tattoo stechen zu lassen. Dieses Tattoo soll für mich mit einer wichtigen Bedeutung verbunden zu sein und zwar eine „Erinnerung“ an meine Mum und natürlich zu Gott. Es wäre ein christliches Motiv. Doch jetzt bin ich hin und her gerissen, da ich die Seite gegen Tattoos für Christen versteh aber auch die Seite, die nichts dagegen spricht. Es ist wirklich eine schwere Entscheidung, da mir dass was ich mir eigentlich stechen lassen eine sehr sehr große Bedeutung hat und ich gerne immer bei mir tragen würde. Aber ich denke letztendlich ist es jedem seine eigene Entscheidung ob er nun als Christ sich ein Tattoo mit Bedeutung stechen lassen soll oder nicht. Aber es sollte eine gute Bedeutung auf jeden Fall haben zu Gott, sonst finde ich es auch nicht gut.
    Liebe Grüße
    NatschMe

  28. Darf ich in diesem Zusammenhang auf 1. Mose 1 Vers 27 hinweisen. Hier heisst es, dass die Erschaffung des Menschen im Bilde Gottes geschah, mit einer Wiederholung der gleichen Worte im 2. Teil dieses kurzen Verses.
    Wenn wir uns der liebevollen und individuellen Schöpfung unseres Gottes bewusst sind, können wir uns auch gut vorstellen, dass eine Tätowierung für Gott keine erfreuliche Angelegenheit ist.
    Es ist der Mühe Wert, sich durch ernsthaftes Gebet
    Klarheit in dieser Angelegenheit schenken zu lassen.

    Barbara

  29. Liebe Barbara,

    unter allen validen Auslegungen von Gen 1,27 können wir wohl ausschließen, dass die Gottesebenbildlichkeit des Menschen körperlich gemeint ist.

    Außerdem disqualifiziert dich leider deine letzte Aussage von einer konstruktiven Diskussion auf Augenhöhe. „Es ist der Mühe Wert, sich durch ernsthaftes Gebet […]“. Es ist ganz schön arrogant, anzunehmen, dass ich das nicht getan hätte!

    • Storch schrieb: „unter allen validen Auslegungen von Gen 1,27 können wir wohl ausschließen, dass die Gottesebenbildlichkeit des Menschen körperlich gemeint ist.“

      Aaaah, was ein erfrischender Hinweis!

  30. Hallo!

    Habe für nächsten Samstag (in 1 Woche) einen Termin zum Tattoo-Stechen. Es soll eine „tribal sun“, also etwas recht neutrales werden und soll an den rechten Oberarm kommen. Habe mir das hier nun alles durchgelesen und auch noch andere Seiten im Internet…Ich denke das Motiv an sich ist okay. Ich möchte damit nichts ausdrücken und auch nicht überflüssig Aufmerksamkeit auf mich lenken o.ä., würde mir auch niemals einen Namen oder das Gesicht von jemandem tätowieren lassen. Ich würde das bei mir einfach als einen schönen Körperschmuck betrachten der hübsch aussieht und mir eben noch etwas individuelles verleiht. Und ich denke auch, dass es prinzipiell keine Sünde ist, sich als Christ tätowieren zu lassen. Hier kommt es auf das Motiv an und vielleicht auch auf das wie viel/die Menge an tattoos.
    Allerdings habe ich nun doch ein bisschen Bedenken. Zum Einen weiß ich, dass es vielleicht für manche Leute (Verwandte, Mitchristen….) ein Dorn im Auge sein könnte oder ich mich hier doch vor anderen Christen rechtfertigen muss und dann als „schlechter Christ“ dargestellt werde…Was meint ihr dazu???

  31. okay,ich finde tätovieruntgen sind jedem seine eigene angelegen
    heit,auf meine haut kommt keine tätovierung,denn die haut ist
    für mich ein sinnesorgan,wenn man sich den gegner gottes,
    nämlich den teufel noch auf die haut tätovieren lässt,dann
    sagt die schon sehr viel aus und alles ist vorprogrammiert was
    nicht vorprogrammiert sein sollte.

    • naja, man muss sich ja nicht gleich den Teufel auf die Haut tätowieren lassen…
      Das Ganze ist wirklich ein etwas heikles Thema und ich werde mich wohl vorerst auch nicht tätowieren lassen, auch wenn ich das Motiv (eine Sonne) das ich mir ausgesucht hatte immer noch schön finde…

  32. Solange Menschen nicht von Gott her die Schrift verstehen, sondern veräußerlichen (wer tut soetwas? Doch der, der von Gott her nicht versteht!), solange freut sich der Teufel, das wir damit beschäftigt sind.

    Aber, wahrscheinlich ist dem das auch egal!

    Tatoo oder nicht! Selbsbefriedigung oder nicht. Kleider, Haare, Musikstil, Abendmahl, ahhhhhhhhhhh.
    Wie die kleinen Kinder. Nee! Kleine Kinder wissen es besser!

    Tja, so redet sich jeder ein, was Licht in die Sache bringt. Und merkt nicht, das er sich so an die Dunkelheit gewöhnt hat, das er das Nachtgrau als Licht bezeichnet.

  33. Jeder sollte nach seiner Facon glücklich leben. Ob mit, ob ohne Tattoo. Tattoos können ganz wunderbar sein, es kommt ganz auf das Motiv an.

  34. Es ist sehr interessant, diese Diskussionen mit zu lesen.Ich glaube, dass alles was uns so verunsichert, Dinge sind, die unser Ego bereffen.Ist es so wichtig, dass wir beachtet werden? Wenn wir Jesus im Herzen tragen sind wir immer beachtet und wir müssen uns ja gar nicht speziell „herausputzen“ oder benehmen.Es ist atsächlich so, dass, wenn unser EGO gestorben ist und Jesus diesen Platz einnhemen darf,(was übrigens ein Lebensprozess ist) das Bedürfnis immer mehr verblasst mit den Modedrends zu gehen.Wir werden uns so kleiden, leben und geniessen, dass wir durch die Beziehung zu Jesus Frieden haben und somit Gott gefallen.Dann sind Tatoos, Piercings etc.überflüssig und unwichtig – ich möchte sagen sogar hinderlich.Also machen wir uns auf, in der Beziehung zu Jesus zu wachsen durch den Heiligen Geist zur Ehre Gottes. In Liebe an Alle Leser (ich kleide mich übrigens gerne geschmackvoll und sportlich)

  35. Es ist sehr interessant, diese Diskussionen mit zu lesen.Ich glaube, dass alles was uns so verunsichert, Dinge sind, die unser Ego bereffen.Ist es so wichtig, dass wir beachtet werden? Wenn wir Jesus im Herzen tragen sind wir immer beachtet und wir müssen uns ja gar nicht speziell „herausputzen“ oder benehmen.Es ist atsächlich so, dass, wenn unser EGO gestorben ist und Jesus diesen Platz einehmen darf,(was übrigens ein Lebensprozess ist) das Bedürfnis immer mehr verblasst mit den Modedrends zu gehen.Wir werden uns so kleiden, leben und geniessen, dass wir durch die Beziehung zu Jesus Frieden haben und somit Gott gefallen.Dann sind Tatoos, Piercings etc.überflüssig und unwichtig – ich möchte sagen sogar hinderlich.Also machen wir uns auf, in der Beziehung zu Jesus zu wachsen durch den Heiligen Geist zur Ehre Gottes. In Liebe an Alle Leser (ich kleide mich übrigens gerne geschmackvoll und sportlich)

  36. Dürfen Christen Scheiße essen? Klar, es gibt keinen Bibelvers, der das verbietet. Dürfen sie sich Gift unter die Haut spritzen lassen und die natürliche Schutzfunktion ihrer Haut gefährden? Klar, es gibt keinen Bibelvers, der das verbietet. Vielleicht fehlen solche Bibelvers, weil Gott sich nicht lächerlich machen will und der Verstand allein schon ausreichen würde, eine gute Entscheidung zu treffen.

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