13. Januar 2009 4

Kolosser 2,12-14

12 Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.  13 Ihr wart tot infolge eurer Sünden, und euer Leib war unbeschnitten; Gott aber hat euch mit Christus zusammen lebendig gemacht und uns alle Sünden vergeben.  14 Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat ihn dadurch getilgt, daß er ihn an das Kreuz geheftet hat.  (Kolosser 2,12-14 nach der Einheitsübersetzung)

Im Christentum gibt es ein Symbol dafür, dass wir mit Christus gestorben sind, es ist die Taufe. In der ersten Zeit des Christentums wurde mit Untertauchen getauft, wie wir es bei Johannes dem Täufer lesen (s. Markus 1,18ff). Die Taufe erfolgte nachdem jemand angefangen hatte, mit Jesus zu leben.
Da die Sünden ja erst vergeben werden, wenn man zu Jesus kommt, ist es klar, dass man erst taufen kann, wenn jemand Christ geworden ist. Heute praktizieren die evangelische und die katholische Kirche das anders und taufen Säuglinge, die natürlich nicht an Jesus glauben. Das hat mehr mit Tradition zu tun als mit biblischer Theologie.
Die Taufe ist das Symbol dafür, dass der Schuldschein den Gott gegen uns hatte zerrissen von Jesus beglichen wurde. Das geschieht nur durch den Glauben.

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4 Kommentare

  1. Hi Storch !
    Ich lese oft Dein Blog und es sind viele gute Dinge darin, die mir gut tun und wo ich merke, da wirkt Gottes Geist durch das Wort. Der Geist zeigt mir auch manches auf in meinem Leben, das ich ändern muß. Ja, so wirkt ER !

    Aber mit einer Sache tue ich mir doch schwer. Es ist dieser Post über Kol 2,12ff:
    Punkt 1. Was verstehst Du unter Symbol. Meinst Du Symbol einfach wie ein Zeichen ? Die Taufe ist ein Sakrament, d.h. etwas wodurch Gott etwas bestätigt. Ein Symbol kann ich selber machen, mir z.B. einen Fischle aufs Auto kleben. Aber dadurch sind die Sünden nicht vergeben. Die Sünden sind vergeben -wie Du ja treffend schreibst- wenn man zu Jesus kommt. Und daß sie vergeben sind, das bestätigt der Heilige Geist, in dem er in einem Menschen wirkt, das Herz verändert und die Glaubensgewißheit schenkt. Deswegen kann man auch den Glauben nicht selbst machen.
    Punkt 2. Mir ist nicht nachvollziehbar, woher die Bedingung kommt, daß die Sündenvergebung Voraussetzung für die Taufe ist. Falls Du damit auf den Ruf des Johannes (Lk3,3) anspielst: Die logische Reihenfolge ist da so, daß man umkehren (und sich taufen lassen) soll, denn (!) Gott will die Schuld vergeben. Das heißt, Gott wollte das schon vorher und hat es so bei sich beschlossen (nämlich die Schuld zu vergeben), bevor der Mensch seine Entscheidung treffen konnte (nämlich umzukehren). Die Taufe wird hier nicht als Bedingung gemacht, sondern als Zeichen der Vergewisserung.
    Das heißt also, noch bevor der Mensch etwas tun konnte (das ist ist dann übrigens wie in 1.Joh 4,19 „er hat uns zuerst geliebt, erst damit können wir lieben“), hat Gott das beschlossen. Natürlich muß die Liebe Gottes und deren Annahme im Leben Wirklichkeit werden, d.h. Konsequenzen haben. Das ist i.d.R. was wir als Buße tun (umkehren) bezeichnen. Weil sonst kann man ja weiterleben wie vorher und hätte einen Freibrief für alles. Dem ist aber definitiv nicht so !
    Punkt 3. Ich will also hier keine Lanze für die Kindestaufe brechen, auf die so viele „verächtlich“ blicken. Ich meine das auch ein wenig aus Deinen Zeilen zu lesen. Aber ich will darauf hinweisen, daß es beides gibt: Die Taufe aus der Umkehr und der Annahme des Glaubens heraus, und die Taufe mit der später im Leben erfolgten Hinwendung zu Jesus. Du tust damit einigen Leuten vermutlich ganz schön weh, die für sich die Kindestaufe (ob nun falsch oder nicht in Deinen Augen) für sich angenommen haben und heute bewußt glauben und Jesus als den Herrn angenommen haben. Korrigiere mich: Es steht nirgends in der Bibel was von einer Wiedertaufe, weil die erste anscheinend nicht gegolten hat ! Wenn jemand die Kindestaufe annimmt, dann gilt sie genauso, wie die Taufe aus bewußter Entscheidung !
    Bitte überdenke doch hier mal Deine Einstellung !
    Ich freue mich auf eine Rückmeldung von Dir und wünsche Dir SEINEN fetten Segen !
    Viele Grüße von Jochen

  2. Mir fällt gerade mal beim Lesen des Kommentars auf, dass ich überhaupt nicht an Sakramente glaube. Zumindest nicht wenn es so ist, wie es mir Wikipedia im ersten Satz erklärt … 😉
    Das klingt irgendwie so, als könne man so Gott quasi fernsteuern… irgendwie absurd. Bin ja mal gespannt ob und was Storch antwortet…

  3. joa, antwort wäre cool von storch.
    bin ebenfalls auch gespannt was er dazu sagt. 😉

  4. tja, die diskussion hatten wir schon ein paar mal. z.b. hier:
    http://www.jfrs.de/storch/blog/wordpress/2006/11/03/sack-zement/
    also, ich glaube auch nicht an sakramente. alles kommt auf glauben an und rituale können dem glauben helfen, aber nicht mehr. es ist eine komiche vorstellung, dass gott irgendetwas tun müsste nur weil ein mensch eine heilige handlung vollzieht. das umso mehr als ja viele geistliche nicht mal christen sind. dann wird jemand christ weil er ohne (eigenen) glauben (und ohne den von eltern und paten, die ja i.d.r. auch nicht gläubig sind) von einem ordinierten ungläubigen getauft ist – absurd.
    aber selbst wenn alles optimal ist (geistlicher, eltern und paten glauben), reicht es nicht. der täufling muss glauben.

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